Zukunftsforschung und Zukunftsängste

Es vergeht momentan kein Tag, an dem man nicht durch die Medien mit neuen Hiobsbotschaften zur aktuellen Finanzmarktsituation und zur allgemeinen Wirt

Es vergeht momentan kein Tag, an dem man nicht durch die Medien mit neuen Hiobsbotschaften zur aktuellen Finanzmarktsituation und zur allgemeinen Wirtschaftskrise konfrontiert wird. Die Krise habe die Realwirtschaft erreicht, die Furcht vor Arbeitslosigkeit greife um sich, die Staatsverschuldung nehme kein gutes Ende. Krzlich las ich dazu in einer Kolumne, dass Medien nicht dazu bestimmt seien, gute Nachrichten zu verbreiten, getreu dem Motto: Bad news are good news. Muss das wirklich so sein? Erfrischend, dass sich krzlich ein Wirtschaftweiser verwundert darber zeigte, in welchem Mae momentan Horrorszenarien zur wirtschaftlichen Zukunft an die Wand gemalt werden. Deutschland kenne offenbar nur zwei Gemtsverfassungen: Gold oder Glle. Ich denke, wir mssen darauf achten, dass wir nicht auch solchen bertreibungen erliegen. Losgelst von den ganzen rationalen Betrachtungen, darf man nicht verkennen, dass wie Ludwig Erhard es sagte 50 Prozent der Wirtschaft reine Psychologie sind. So kann man die Zukunft nicht vorhersagen, in keinem Fall, auch nicht im negativen. Die Zukunftsforschung kennt vier Grundtypen der Zukunftsbetrachtung, in denen sich jeder von uns wiederfindet. Eines dieser Grundmuster wird fr meinen Geschmack zur Zeit zu viel bemht, der Apokalyptische Determinismus, Weltuntergangsstimmung besonders beliebt in vielen Talkshows. Ein zweiter Typus setzt auf die Lsung durch die technische Weiterentwicklung zum Beispiel gerade in der Umwelttechnik erleben wir, dass diese durchaus in der Lage ist, Arbeitspltze dauerhaft zu schaffen.

Whrend sich die sogenannte Humanistische Immanenz auf das Bewahren das Althergebrachten sttzt, ist mir der vierte Typ der Zukunftsbetrachtung persnlich am sympathischsten. Dieser macht deutlich, dass das Leben in der Lsung von Problemen besteht und der Mensch durch Katastrophen geformt durchaus zu adaptiven Leistungen in der Lage ist. Ja, es gibt eine Finanzkrise. Ja, es gibt erhebliche Probleme in der Weltwirtschaft. Es wre falsch diese einfach wegdiskutieren zu wollen. Es ist nur erschreckend mit wie viel Enthusiasmus man die negativen Botschaften noch verschlimmert, um sich eine herausgehobene Medienprsenz zu erarbeiten. Besinnen wir uns vielmehr auf unsere Strken. Setzen wir darauf, dass es der Menschheit schon immer gelungen ist, Probleme zu lsen und sogar Katastrophen zu meistern. Untersttzen knnen wir dies ganz praktisch mit einer positiven Herangehensweise, der Untersttzung des heimischen Handwerks, der Strkung des regionalen Einzelhandels, aber auch durch persnliches, gesellschaftliches Engagement. Es liegt an jedem Einzelnen, wie sehr und wie lange uns die Krise beschftigen wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

67.000 Euro übergeben: Enkeltrickbetrüger bringen Seniorin in Hertingshausen um ihr Erspartes

Betrüger haben mit der miesen Enkeltrickmasche am gestrigen Montagnachmittag eine Seniorin aus Baunatal um ihr Erspartes gebracht.
67.000 Euro übergeben: Enkeltrickbetrüger bringen Seniorin in Hertingshausen um ihr Erspartes

„Nordhessen hat allen Grund, stolz zu sein“: Abschluss des größten Breitbandausbauprojekts in Europa

Der Breitbandausbau in Nordhessen ist abgeschlossen. Das wurde in Bad Emstal gefeiert. Mit dabei war unter anderem Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
„Nordhessen hat allen Grund, stolz zu sein“: Abschluss des größten Breitbandausbauprojekts in Europa

Unser Habichtswald: Mit Eiche und Kirsche zum artenreichen, altersdurchmischten Wald

Wie geht's dem Habichtswald? Darauf und auf viele weitere Fragen haben uns Uwe Zindel und Arnd Kauffeld vom Forstamt Wolfhagen Antworten gegeben.
Unser Habichtswald: Mit Eiche und Kirsche zum artenreichen, altersdurchmischten Wald

Ein Rohstoff unterwegs: Flöße auf der Oberweser – viel mehr als nur Nostalgie

Aus Holz aus dem Reinhardswald fertigen die Weserflößer ihre historischen Wassergefährte. Damit erhalten sie ein uraltes Handwerk. 
Ein Rohstoff unterwegs: Flöße auf der Oberweser – viel mehr als nur Nostalgie

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.