Unglaubliche Hilfsbereitschaft in Nordhessen

Hilfstransport an die ukrainische Grenze
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Hilfstransport an die ukrainische Grenze

Mit Sachen, die wirklich benötigt werden – Jetzt fährt bereits der dritte Lkw Richtung Ukraine 

Kassel. Weit über 4.000 Kilometer in knapp fünf Tagen. Eine Tour, die ich sobald nicht wieder haben muss. Aber es war die Sache wert. Ich begleitete die beiden Landwirte Ottmar Rudert (Ostheim) und Günter Rüddenklau (Westuffeln) – die seit mehr als fünfzehn Jahren Hilfstransporte nach Osteuropas organisieren und durchführen – bei ihrem ersten, kriegsbedingten Transport an die polnisch-ukrainische Grenze und weiter zu Unterstützern nach Siebenbürgen an die rumänisch-ukrainische Grenze.

Am ersten Tag ging es von Breuna aus mit einer Zwischenübernachtung in Krakau nach Chelm, wo ukrainische Unternehmen einen Umschlagplatz für Hilfsgüter ins Leben gerufen haben. Auf dem Lkw der Lohfeldener Firma Scharf: 25 Tonnen Lebensmittel, finanziert aus zahlreichen Spendengeldern und gesponsort von Rewe-Mitte. Die Sachen aus Nordhessen waren auf Paletten gepackt und somit logistisch einfach zu händeln; innerhalb einer halben Stunde war alles auf einen ukrainischen Lkw umgeladen, der umgehend über die grüne Grenze in die Ukraine fuhr. Schon jetzt war klar, dass die eingehenden Spenden mindestens zwei weitere Fahrten ermöglichten. Und so startete bereits am vergangenen Donnerstag ein weiterer Lkw mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln Richtung Chelm, dieses Mal u. a. gesponsort von tegut. Einen Tag später brachte ein weiterer Lkw 28.500 Brote à 500 Gramm gespendet von der Weiterer Landhandel GmbH, Algermissen, in die Ukraine.

Nach dem Aufenthalt in Chelm lagen weitere Hunderte von Kilometern vor uns: Es ging nach Fagaras in Rumänien, wo Pfarrer Johannes Klein, der bereits seit Jahren engen Kontakt mit den beiden Landwirten pflegt, innerhalb kürzester Zeit Unterkünfte, Verpflegung und Betreuung von Flüchtlingen organisiert hat. Auch hierher wurden Lebensmittel gebracht und weitere Hilfsmaßnahmen angesprochen

Um die Hilfstransporte weiterhin zu finanzieren und Lkw chartern zu können, ist man auf Spenden angewiesen. (Kirchenkreisamtes Hofgeismar-Wolfhagen bei der Evangelischen Bank, IBAN: DE13 5206 0410 0002 0001 05; Stichwort: Ukraine-Hilfe / Rudert)

Rubriklistenbild: © Krümler

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