Rätselraten um die "Gläserne Stadt": Wo findet das Mosaik-Kunstwerk seinen Platz?

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Das Mosaik-Kunstwerk "Gläserne Stadt" soll ab Sommer an einem neuen Standort stehen, doch noch steht nicht fest wo. Der Königsplatz wird es wohl nicht. Es bleibt also spannend.

Kassel. Das Versteckspiel um den neuen Standort der „Gläsernen Stadt“ wird ein Ende finden – bald zumindest, denn noch steht wohl keine konkrete Aufbaustätte fest. Im vergangenen Jahr wurde das Kunstwerk aus Mosaiksteinen im Hauptbahnhof abgebaut. Seither ist viel passiert.

Fast 14 Meter lang und drei Tonnen schwer: Lange war das Kunstwerk versteckt in der Unterführung am Hauptbahnhof.

„Die Restauration des Glas-Kunstwerkes hat ein halbes Jahr gedauert. Bei der Kasseler Firma Emmeluth wurde es auf die Restauration vorbereitet, anschließend ging es zu einem Glaskünstler nach Bad Arolsen. Auch die neuen Glasbausteine kommen von der Firma Ritzenhoff bei Marsberg. Viele der bunten Steine konnten wir bei Abbau des Kunstwerkes jedoch auch noch finden und aufbereiten lassen“, berichtet Christian Wedler von der GWH, der als Schüler täglich an dem Kunstwerk vorbeigelaufen ist und sich daher für den Erhalt eingesetzt hat. Doch wohin soll das Kunstwerk aus insgesamt 32 Glasteilen?

Königsplatz kommt als Standort nicht in Frage 

„Den genauen Standort können wir noch nicht verraten – noch stimmen wir uns mit dem Stadtbaurat ab. Soviel kann ich sagen: Die ‘Gläserne Stadt’ wird auf einem für die Allgemeinheit zugänglichen Platz in der Innenstadt zu sehen sein“, kann Wedler immerhin verkünden. Der Königsplatz wird es aber nicht werden. „Das Kunstwerk im neu entstehenden Westendturm aufzubauen war mal eine Schnapsidee, die schnell verworfen wurde. Dort wäre es nicht öffentlich genug und die Verantwortung für das Kunstwerk wollten wir den Wohnungseigentümern nicht zumuten.

Das Mosaik-Kunstwerk zeigt die Stadt Kassel bis zum Herkules.

Wir haben uns entschlossen, das Mosaik geschützt hinter Glas und freistehend aufzustellen. An einer Hausfassade wird es zukünftig also nicht angebracht“, erzählt er weiter.

Insgesamt hat die Sanierung wohl rund 60.000 Euro gekostet, heißt es. „Als Kasseler Firma war es uns ein Anliegen, die Sanierung des Kunstwerkes zu unterstützen“, erzählt Bauunternehmer Kai Emmeluth, auf dessen Gelände das Kunstwerk momentan noch gelagert ist und darauf wartet, aufgestellt zu werden. Im Sommer soll die „Gläserne Stadt“ enthüllt werden – bleibt die spannende Frage wo genau.

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