150.000 zum Urnengang aufgerufen

Von JOCHEN SCHNEIDERSchwalm-Eder. Rund 150.000 Brger des Schwalm-Eder-Kreises sind am kommenden Sonntag, 27. Januar, dazu aufgerufen, einen neue

Von JOCHEN SCHNEIDER

Schwalm-Eder. Rund 150.000 Brger des Schwalm-Eder-Kreises sind am kommenden Sonntag, 27. Januar, dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu whlen. Es sind 72.300 im Wahlkreis 7, Schwalm-Eder I, und 76.500 im Wahlkreis 8, Schwalm-Eder II. Das berichtet der Kreis-Wahlleiter, Jochen Drrbecker, unserer Zeitung.Wahlkreis 7: Edermnde, Felsberg, Fritzlar, Gudensberg, Guxhagen, Jesberg, Malsfeld, Melsungen, Morschen, Niedenstein, Spangenberg, Wabern.Wahlkreis 8: Bad Zwesten, Borken, Frielendorf, Gilserberg, Homberg, Knllwald, Krle, Neuental, Neukirchen, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach, Schwalmstadt, Schwarzenborn und Willingshausen. Wir stellen die Kandidaten vor und haben jedem den gleichen Raum fr ein persnliches Statement eingerumt:

Gnter Rudolph aus Edermnde, 1956 in Haldorf geboren, gelernter Verwaltungsbeamter und derzeit Landtagsabgeordneter und SPD-Kandidat im Wahlkreis 7. Er sagt: Ich kann auf Menschen zugehen, kmmere mich um ihre Anliegen und habe die Entschlossenheit und die Durchsetzungskraft, die Interessen unserer Region engagiert in Wiesbaden zu vertreten. Rudolph hat das Direktmandat bei der letzten Landtagswahl 2004 mit 45,8 Prozent gewonnen.

Reinhard Otto aus Schwalmstadt, 1954 in Treysa geboren, Dipl.-Agraringenieur und derzeit Landtagsabgeordneter. Er sagt: In den letzten Jahren habe ich meine Politik bodenstndig und fr die Menschen in meiner Heimat gestaltet. Daher glaube ich, auch in Zukunft die entscheidenden Projekte, die in der Region umgesetzt werden mssen, mit Kompetenz, Tatkraft und Engagement realisieren zu knnen. Otto hat das Direktmandat bei der letzten Landtagswahl mit 44,5 Prozent gewonnen.

Wiebke Reich aus Neukirchen, 1981 in Schwalmstadt geboren. Die Studentin sagt: "Ich bin liberal, jung, brgernah und motiviert, etwas fr unsere Region zu tun. Ich setze mich fr eine vernnftige Bildungspolitik mit verlsslichem Unterricht und mehr Lehrern ein und will, dass die Politik die Rahmenbedingungen so ndert, dass der Mittelstand gefrdert wird und wieder mehr Ausbildungs- und Arbeitspltze schaffen kann."

Mark Weinmeister aus Guxhagen, gelernter Gymnasiallehrer und Landtagsabgeordneter, 1967 in Kassel geboren und CDU-Kandidat im Wahlkreis 7. Er sagt: Ich stehe fr freie Schulwahl und gegen die SPD-Zwangseinheitsschule. Ich arbeite fr eine bessere infrastrukturelle Anbindung unserer Heimat und gegen ein Abkoppeln Nordhessens von Wachstum und Wohlstand. Ich will eine Politik der brgerlichen Mitte und keine Politik der Extreme.

Regine Mller aus Schwalmstadt, 1959 in Kln geboren, Erzieherin und Kandidatin der SPD im Wahlkreis 8. Sie sagt: Ich mchte mit unseren Mitbrgergerinnen und Mitbrgren Politik gestalten die sozial,konomisch und kologisch ausgerichtet ist,die Arbeitspltze schafft und die Menschen-alt oder jung-in den Mittelpunkt stellt.

Dr. Bettina Hoffmann aus Niedenstein, 1960 in Philippstal (Werra) geboren, Dipl.-Biologin und Kandidatin der Grnen im Wahlkreis 7. Sie sagt: Mit meinem Fachwissen als Biologin und meiner Berufserfahrung als selbststndige Planerin kann ich zuhren, mitreden, steuern, entscheiden und umsetzen. Als Grne denke ich jetzt an morgen!

Dieter Posch aus Melsungen, 1944 in Wien geboren, gelernter Rechtsanwalt und derzeit Landtagsabgeordneter, FDP-Kandidat im Wahlkreis 7. Er sagt: Dank meiner langen Erfahrung als nordhessischer Abgeordneter und Wirtschaftsminister will ich darauf Einfluss nehmen, dass Nordhessen noch strker gemacht wird. Sowohl in den Schulen durch mehr Lehrer als auch in der Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Universitt Kassel und dem Ausbau der dringend notwendigen Verkehrsinfrastruktur.

Lothar Kothe aus Malsfeld, 1951 in Homberg (Efze) geboren, Landwirtschaftsmeister und Kandidat der Freien Whler im Wahlkreis 7. Er sagt: Durch meine ber 30 Jahre whrende politische Arbeit kenne ich die Probleme, Sorgen und Nte der Menschen. Mein Ziel ist eine bessere Bildung fr alle, Arbeit vor Ort bei gerechter Entlohnung und endlich eine solide Finanzpolitik in Hessen.

Karl-Heinrich Knigge aus Borken, 1956 in Fritzlar geboren, Polizeibeamter und Kandidat der Freien Whler im Wahlkreis 8. Er sagt: Als Kandidat der "Freien Whler" bringe ich eine neue Kultur in unsere politische Landschaft. Ich bin frei und unabhngig und keinen parteipolitischen Zwngen unter- worfen. Brgernhe und soziale Gerechtigkeit sind meine obersten Ziele.

Martin Husling aus Bad Zwesten, 1961 in Bad Wildungen geboren, Landwirt und Kandidat der Grnen im Wahlkreis 8. Er sagt: Ich werde mich weiterhin energisch gegen den Genmais-Anbau von Monsanto in Niedermllrich einsetzen. Nordhessen muss die fhrende Region fr erneuerbare Energien werden, dafr stehe ich.

Hans-Joachim Bhme-Gingold aus Melsungen, 1947 in Kirberg geboren, Lehrer und Kandidat der Partei Die Linke im Wahlkreis 7. Er sagt: Ich mchte eine sozial gerechte Gesellschaft, in der der Mensch mit seinen Wnschen und Bedrfnissen im Mittelpunkt steht und nicht die Profite. Die Vision von einer bessern Welt lasse ich mir nicht nehmen, durch kein lukratives Pstchen, keine Beratervertrge oder Bestechungsgelder.

Volker Kaphingst aus Schwalmstadt, 1953 in Clbe geboren, Kaufmann und Kandidat der Partei Die Linke im Wahlkreis 8. Er sagt: Nur mit der Linken gibt es eine Mehrheit gegen Koch - fr Mindestlon, soziale Gerechtigkeit, weg mit Hartz IV, mit G8, gegen Gen-Mais, etc.

Peter Schmidt aus Treysa, 1961 in Elgersburg geboren, Kraftfahrer und parteiloser Kandidat der "Familie Schmidt" im Wahlkreis 8: Sozialstaatlichkeit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit sind Werte, welche aus der gegenwrtigen Politik fast verschwunden sind. Bildung nicht nur fr die Bevlkerungsschicht, die das Geld dafr brig hat, sowie genug Rente fr Menschen, die Deutschland aufgebaut haben, sind Dinge, die mir am Herzen liegen.

Rainer Vlker aus Frielendorf, 1952 in Frielendorf geboren, Postbeamter und Kandidat der Partei Volksabstimmung. Er sagt: "Sind Krzungen fr Rentner und Auslandseinstze der Bundeswehr menschlich? Ich sage Nein. Ferner sollten kommunale Bauauftrge nicht mehr europaweit ausgeschrieben werden, sondern an heimische Betriebe vergeben werden."

Monika Klingler aus Frankfurt, 1959 in Leipzig geboren, Krankenschwester und Kandidatin der Reps im Wahlkreis 8. Sie sagt: Hessen braucht wieder eine Politik, die fr deutsche Brger einsteht. Meinung sagen darf nicht mehr diskriminiert werden.Dafr stehe ich.

Zwischenruf: Fr "Volksabstimmung" soll das Volk nicht abstimmen

Man sollte meinen, wer fr die Landtagswahl kandidiert, will auch gewhlt werden. Weit gefehlt! Es gibt einen unter den Kandidaten im Schwalm-Eder-Kreis, der mchte mglichst nicht in den Landtag einziehen. Selbst wenn das Wunder geschehen wrde und der Vertreter dieser Splitterpartei am kommenden Sonntag das Mandat fr Wiesbaden erringt. Er wrde dankend ablehnen. Der betreffende Politiker hat sich nur aufstellen lassen, um einem Kumpel einen Gefallen zu tun. Allerdings: Fr Volksentscheide ist er durchaus. Das war Grund genug fr den End-Dreiiger, ja zu sagen, als er von der Partei mit Namen Volksabstimmung gefragt wurde. Aber fr ihn soll sich das Volk bitte nicht entscheiden. Deshalb hier der offizielle Aufruf: Stimmen Sie am Wahltag bitte nicht fr Markus Trmpert aus Willingshausen. Sie wrden ihm damit einen groen Gefallen tun. Suchen Sie sich bitte einen anderen Kandidaten ihres Wahlkreises aus, falls Sie vor hatten, ihr Kreuz bei dem Angestellten aus der Schwalm zu machen. Bei den restlichen Kandidaten haben wir uns rckversichert: Sie wollen wirklich mglichst viele Stimmen auf ihre Person vereinen. Da knnen Sie beruhigt ihr Kreuzchen machen.

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