Der 6.000er Mann

Von RAIMUND SCHESSWENDTERBorken. Schon im Alter von zarten 16 Jahren trumte Oliver Seipp aus Borken vom Aufstieg in luftige Hhen. Der Spor

Von RAIMUND SCHESSWENDTER

Borken. Schon im Alter von zarten 16 Jahren trumte Oliver Seipp aus Borken vom Aufstieg in luftige Hhen. Der Sportbegeisterte hatte bei einer Jugend-Reise nach Ostafrika sechs Wochen am Victoriasee verbracht und den fernen Kilimandscharo bewundert. Der hat mich total fasziniert. Ich habe nur gedacht: ,da wrd ich gern mal hoch. berichtet der heute 42-Jhrige.

Sportliches Leben

Seipp verbrachte bis vor einigen Jahren sein sportliches Leben mit Mountainbiken, nahm an diversen Wettbewerben teil und hielt sich fit. Vor fnf Jahren dann kam sein Onkel Ulli zu ihm, um den Lebenstraum zu erfllen. Mit den Worten Du wirst Dich rgern, wenn Du es in Deinem Leben nicht gemacht hast. gab Ullrich Seipp seinem Neffen die ntigen 4.000 Euro in die Hand. Der, ganz Sportler, bereitete sich vor, wie auf eine Mount Everest Besteigung. Sechs Monate vorher begann ich jeden Tag mit 25 Kilo Gepck durch den Kellerwald zu joggen. Bei jedem Wetter. erinnert sich Oliver Seipp. Mit zwei bis drei Stunden auf maximalen Tempo machte er auf dem Hohen Keller insgesamt 20.000 Hhenmeter. Beim Fitnesstest zeigte sich dann das Ergebnis. Der Arzt konstatierte einen Puls von 126 bei 300 Watt. Seipp ist noch lange nicht an seiner Leistungsgrenze, berredet den Mediziner mal richtig aufdrehen zu drfen. Seine Hchstleistung liegt dann bei unglaublichen 560 Watt, bei einem vergleichsweise entspannten Puls von 174. Seinen Aufstieg auf den Kilimandscharo hat er durch seine groartige Physis richtig genieen knnen. Seipp: Rund die Hlfte machts falsch und schafft es nicht aus eigener Kraft auf den Gipfel. Die Hhe zerrt schon an der Substanz.

Unterschiedliche Vegetation

Besonders faszinierte den Versicherungskaufmann die unterschiedliche Vegetation: Auf dem Aufstieg gabs alles: tropischen Regenwald, Gerllwste, ewiges Eis. Es war total faszinierend. Der Bergvirus hat den Borkener seitdem fest im Griff. Dieses Jahr war er auf dem Mont Blanc, dem hchsten Berg der Alpen. Trotz bester Wettervoraussage kamen er und sein Bergfhrer in einen Orkan. Ohne Pause absolvierten die Mnner die letzten 500 Hhenmeter in zwei Stunden. Auf dem Gipfel angekommen, muss Seipp weinen. Ich war einfach platt erklrt der Bergbegeisterte seinen Trnenfluss. Das nchste Ziel hat er schon anvisiert: der Aconcagua ist 6.970 Meter hoch und der hchste Berg auerhalb Asiens. Denn die 8.000er spart sich Versicherungsberater Seipp bis zum Schluss auf.

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