Der Abbau ist eine Chance für die Standorte - Ein Kommentar von Raimund Schesswendter

Alles Jahre wieder geht das Schreckgespenst der Standortschließung um: Politiker appellieren, Ministerien dementieren und alle, die von den Kasernen

Alles Jahre wieder geht das Schreckgespenst der Standortschließung um: Politiker appellieren, Ministerien dementieren und alle, die von den Kasernen profitieren, zittern.

Es ist offensichtlich, dass die Truppe für ihre Aufgaben verändert werden muss. Vielen scheint nicht klar zu sein, dass die Bundeswehr ein viel zu teurer und ungeeigneter Sponsor von strukturschwachen Gebieten ist.

Bei der diesjährigen Runde kommt ein entscheidender Faktor hinzu: Die Abschaffung der Wehrpflicht. Natürlich gibt die Einkommenssituation von Berufssoldaten eine ganz andere Basis, als die der Wehrpflichtigen. Auf der anderen Seite spielt ein attraktiver Standort eine immer wichtigere Rolle für die entsprechend höheren Ansprüche der Berufssoldaten.

Wer jetzt noch  Kasernensitz ist, muss sich darüber im Klaren sein, dass bei den Stationierungsentscheidung zunehmend "weiche" Faktoren  wie die Vielfalt von Freizeiteinrichtungen, eine Rolle spielen. Wer so gefordert wird, entwickelt verstärkt seine Gemeinde weiter und das ist gut für alle Bürger.

Dass die Hausaufgaben gemacht worden sind, zeigen die neuesten Entscheidungen für den Erhalt der Standorte im Kreis. Doch Ausruhen gilt nicht, denn die nächste Runde Schreckgespenst wird nicht lange auf sich warten lassen.

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