Abends dreht Roofy richtig auf: Wickelbär hat in Felsberg neue Heimat gefunden

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Wickelbär Roofy hat in Felsberg ein neues Zuhause gefunden
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Wickelbär Roofy hat in Felsberg ein neues Zuhause gefunden

Mit ihrer Schnauze und dem langen Schwanz sehen Wickelbären auf den ersten Blick überhaupt nicht wie Bären aus -  als hätte man sie aus verschiedenen Tieren zusammengebastelt

Felsberg. Wenn man ihm in die Augen schaut, ist man sofort verliebt! Er ist einfach zu süß, der kleine mardergroße Wickelbär Roofy der bei der Familie Arend in Felsberg sein neues Zuhause hat. Doch die sagt ganz klar: „Das Tier ist nur etwas für Erwachsene und Leute, die sich damit auskennen und Ahnung haben, wie man sich um exotische Tiere kümmert. “

Schon seit ihrer Kindheit hätte Sabrina Arend eigentlich gerne einen Affen als Haustier gehabt. Aber da die artengeschützt sind und kaum zu halten sind, war das nie ernsthaft ein Thema.

Da auch ihr Mann Claudio ein Faible für exotische Tiere hat (hatte als Jugendlicher schon mehrere Echsen) und in Exotengruppen im Internet aktiv ist, stieß die Familie dabei auf einen Wickelbär. „Das war im Jahr 2012. Ich habe durch Zufall in einem Forum gesehen, wie jemand einen Bären auf der Schulter gehabt hatte. Und als ich mich über das nachtaktive Tier informiert und Fachliteratur gelesen habe, kam ich zu dem Entschluss: Das ist genau das Tier, dass zu mir passt“, erzählt die Felsbergerin.

„Letzten Sommer sind wir dann auf Lorenz Husterer gestoßen, Der gebürtige Deutsche züchtet die Bären und andere Tiere auf seiner Farm in Spanien.“ Und weil bei ihm ein Abnehmer eines Bären abgesprungen war, entschied sich das Paar, einen zu nehmen. Seit Dezember letzten Jahres lebt der heute zehn Monate alte Roofy in Felsberg.

„Für die Haltung des Kleinbären sollte man schon Ahnung haben“, erklärt Claudio. Es ist ein Tier, dass man nicht nur stundenlang beobachten kann, sondern auch beschäftigen und mit Respekt behandeln muss. Besonders abends und nachts."

Sabrina berichtet: „Für mich ist das ideal. Ich bin im Veranstaltungsgewerbe tätig und komme erst spät abends nach Hause. Ich bin ein Nachtmensch und deshalb ist das Nachttier genau das Richtige für mich. Claudio erklärt weiter: "Wickelbären müssen ein stabiles Umfeld haben." Deswegen stehen nicht nur im Garten Bäume für ihn zum Klettern bereit, sondern auch in der Wohnung wurden Kletterbäume aufgestellt.

Die auch unter dem Namen „Honigbär“ bekannten kleinen Allesfresser (ernähren sich aber fast ausschließlich vegetarisch) können bis zu 30 Jahre alt werden. Aktiv wird der normal in Mittel- und Südamerika beheimatete Kleinbär, wenn es dämmert. „Tagsüber liegt er meist zusammengerollt in seinem Häuschen und lässt sich nicht stören.“

Abends wird er dann agil. Roofy, der übrigens eine 20 Zentimeter lange Zunge hat (schleckt damit Nektar und Insekten), ist ein richtiges Schleckermäulchen und bekommt u.a. jeden Tag frisches Obst und Gemüse. „Litschies und Bananen mag er gern“ so Sabrina. Gefüttert werden aber auch Insekten. Der Kleinbär ist schon sehr menschenbezogen und ruhig. Wenn es die Temperaturen erlauben, kommt der Bär auch regelmäßig in den Garten. „Oft liegt er abends auch neben mir und spielt mit Rasseln. Er ist aber kein Tier zum Verhätscheln." Beispielsweise sollte man ihm nicht einfach so auf den Kopf fassen. "Aber das macht man ja bei einem Mensch beispielsweise auch nicht."

In der Melsunger Tierarztpraxis Regina Korthaus hat die Familie auch eine kompetente Anlaufstelle gefunden, die das Tier mit Impfungen und bei kleinen Wehwehchen betreut. Vor kurzem wurde er dort auch kastriert. "Bei größeren Vorkommnissen müssten wir allerdings in die Tierklinik nach Hannover fahren, in der auch die Wickelbären aus dem dortigen Zoo betreut und behandelt werden."

Info: Wickelbär

Der Wickelbär ist eine in Mittel-und Südamerika lebende Art der Kleinbären. Von den Kleinbären unterscheidet er sich durch seinen langen, greiffähigen Schwanz, den er geschickt zum Klettern einsetzen kann. Beheimatet sind die Bären in den Regenwäldern vom östlichen Mittel- und Südamerika von Mexiko bis Brasilien.

Der Wickelbär ernährt sich überwiegend von süßen Früchten, aber auch von Honig, Blüten, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Die Tiere können sich sehr gut mit verschiedenen Lauten untereinander verständigen. Das kann von feinem Piepsen, Fiepen bis hin zu Fauchen und lautem Zetern oder Kreischen gehen.

Die Kopf-Rumpflänge beträgt ca. 42-57cm. Der Schwanz weist mindestens dieselbe Länge auf. Das Gewicht kann je nach Unterart stark variieren (2-6kg). Im Mittel entspricht die Größe und das Gewicht in etwa dem einer kleineren Hauskatze. Das Fell ist wollig, kurz und braun. Der Haaransatz ist meist gelblich-hellbraun. An den Spitzen wechselt es zu rötlichbraun. Der Wickelbär hat große, dunkle Augen die an seine nächtliche Aktivitätszeit angepasst sind. Die kurzen, kräftigen Beine enden in gekrümmten Krallen, welche der Bär im Gegensatz zur Katze nicht einziehen kann. Er verfügt auch über geschickte Vorderpfoten, die ihm das Halten von Nahrung und das Klettern in den Baumkronen erleichtert. Die Hinterpfoten sind länger als die Vorderpfoten. Ein besonderes Merkmal ist die schmale, lange (ca. 12cm) Zunge, die das Tier einsetzt, um an Blütennektar und Honig zu kommen.  (Quelle Wikipedia)

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