Abstoßend und ekelerregend: Schandfleck Malsfelder Bahnhof

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Glittschig, siffig und muffig: Die Unterführung gleicht an manchren tagen einer Tropsteinhöhle. Seit vielen Jahren überfällig: Eine Grundsanierung des Bahnhofs. Viele Bahnfahrer empfinden das unterqueren als Zumutung. Fotos: Schaumlöffel

Malsfeld. Schon seit langem ist der desolate Zustand der Haltestelle vielen Bahnfahrern und Heimat-Nachrichten-Lesern ein Dorn im Auge.

Malsfeld. Barrierefreiheit ist hier genauso ein Fremdwort, wie Sauberkeit. Und von Sicherheit kann  man beim Anblick des Malsfelder Banhhofs wohl auch kaum sprechen. Schon seit langem ist der desolate Zustand der Haltestelle vielen Bahnfahrern und Heimat-Nachrichten-Lesern ein Dorn im Auge. Und eine Visitenkarte für Malsfeld ist der Bahnhof keinesfalls.

Auf den glitschigen Stufen der Unterführung kann man schnell ausrutschen, überall liegen Müll und Zigarettenkippen herum. Von den Wänden bröckelt der Putz und freiliegende Stahlträger rosten vor sich hin. Kommt man nur in die Nähe der Unterführung, kommt einem daraus schon ein beißender Urin-  sowie muffiger Geruch entgegen.

Für viele Bahnfahrer ist der Zustand abschreckend und eklig. "Wenn ich nicht darauf angewiesen wäre, mit der Bahn zu meiner Arbeitsstelle nach Kassel zu fahren, würde ich den Bahnhof meiden. Aber so bin ich halt gezwungen durch die stinkende Unterführung zu gehen", so ein  Bahnfahrer im Vorbeigehen. Während er durch die Unterführung geht, hält er sich ein Taschentuch vor seine Nase.

Seit Jahren ist die Malsfelder Haltestelle stark sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Aber immerhin: Die Hinweistafel mit Laufschrift, auf der die Zeit und Züge angezeigt werden, funktioniert. Und ein Ende der katastrophalen Zustände ist absehbar: Aber erst im Jahr 2017. Dann steht eine Sanierung bei der Deutschen Bahn auf dem Programm, wie die Heimat-Nachrichten von Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel erfuhr. Denn während eine Pressesprecherin der Bahn gar nicht wusste, ob der Bahnhof und dessen Vorplatz unter ihre Verwaltung fällt (und sich bis Redaktionsschluss noch nicht zum Thema gemeldet hat), sorgt Vaupel für mehr Aufklärung: "Wir haben von der Bahn einen Bescheid bekommen, dass der Bahnhof im Jahr 2017 saniert und modernisiert wird."

Auch nach 2017 nicht völlig barrierefrei

Barrierefrei werde er aber auch in Zukunft nicht sein, da laut Bahn dafür zu wenig Fahrgastaufkommen herrsche. "Es soll aber eine Vorrichtung für Kinderwagen eingebaut werden."Dem Bürgermeister ist die verwahrloste Haltestelle ebenfalls ein Dorn im Auge. "Die Gemeinde ist sich schon weitgehend mit der Bahn einig, dass der Vorplatz mit der Buswendeschleife und die dazugehörigen Parkplätze von der Gemeinde für einen symbolischen Betrag gekauft werden. Das Gemeindegremium muss dem aber noch zustimmen." Die Gemeinde will den Platz dann künftig selber in Schuss halten. Dafür gebe es eine 80-prozentige Förderung. Und man sei nicht mehr darauf angewiesen, bis die Bahn etwas unternehme.

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