Amazon – So ist es wirklich!

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Sehr geehrter Robert Marhan,Sie sind General Manger bei amazon und für den Standort Bad Hersfeld zuständig. Freitag haben Sie mir die Möglichkeit g

Sehr geehrter Robert Marhan,

Sie sind General Manger bei amazon und für den Standort Bad Hersfeld zuständig. Freitag haben Sie mir die Möglichkeit gegeben,  stundenlang durch Ihre Anlage zu gehen, alle Abläufe genauestens unter die Lupe zu nehmen und  mit Mitarbeitern zu sprechen.

Es war spannend, eine so hochmoderne Logistikfirma zu besichtigen. Ins Auge fällt sofort die Sauberkeit und  der große Wert, der auf Sicherheitsmaßnahmen gelegt wird.

In den Gesprächen mit einigen Ihrer rund 2 Mitarbeitern, die uns während des Rundgangs begegnet sich, wurde deutlich, dass sie natürlich gut zu tun haben, aber mit ihrer Arbeit sehr zufrieden sind.

Im modernen, sauberen, hellen Speisesaal hat mich ein Aushang des Betriebsrats besonders beeindruckt. Beklagt wird dort die tendenziöse Berichterstattung des Hessischen Rundfunk, die in der Folge meist völlig unkritisch von allen möglichen Medien übernommen worden sei. Der Betriebsrat forderte Sie auf, dagegen vorzugehen, weil man die Arbeitsplätze in Gefahr sieht.

Arbeitsplätze sind durch die Berichterstattung auch bei anderen Dienstleistern in Gefahr, die mit in den Dreck gezogen worden sind. Doch die wehren sich jetzt mit allen Mitteln.

Mit einstweiligen Verfügungen wehrt sich die Sicherheitsfirma H.E.S.S. So darf eine Tageszeitung in Nordhessen nicht mehr behaupten, Mitarbeiter der Firma seien gegenüber Leiharbeitern handgreiflich geworden.

Der HR, in Nordhessen gern auch mal Südhessischer Rundfunk bezeichnet, mußte in einem Schreiben an die Firma CoCo Job Touristik zugeben, das eine im Film gezeigte Beweis-e-mail manipuliert worden ist. "Dass eine Frau Agnieszka Lewandowska niemals als Leiharbeiterin bei amazon  tätig war, ist richtig", mussten die Anwälte des Senders in einem Schreiben bestätigen. Selbst Anne Will frage sich in ihrer Sendung zum Thema "Leiharbeit bei amazon", ob mit dem Film durch den Einsatz düsterer Farben, dramatisierender Musik und einer gezielten Negativauswahl an Aussagen ein bewusst negatives Bild gezeichnet worden ist.

Ich frage mich nicht, ob die Ausstrahlung des Films am Tag vor der Leiharbeitsdiskussion im Bundestag ein Zufall war. Ich frage mich auch nicht, ob die Gewerkschaft ein besonderes Interesse  an dem Film gehabt hat.

Ich frage mich nur, wie in öffentlich-rechtlicher Sender, mit Gebühren bezahlt, so ein Machwerk herstellen kann. Durch diesen Film ist nicht nur eine Reihe Firmen geschädigt, sondern auch das Image Nordhessens schwer beschädigt worden.

Mit touristischen Grüßen

Rainer HahneChefredakteur

P.s. Wer eine 4-Sterne-Ferienanlage am See mit Wasserskianlage als herunter gekommen bezeichnet, hat offensichtlich höchste Ansprüche.

P.P.s. Die Firmen werden auch gegen die Autoren der Sendung persönlich vorgehen.

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