Anpfiff für Politik: Pflegepersonal demonstriert für bessere Rahmenbedingungen

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Gudensberg. Walter Berle ist Heimleiter des Altenzentrums Eben-Ezer. Walter Berle ist aufgebracht. Am gestrigen Dienstag, 13. September hält er eine

Gudensberg.Walter Berle ist Heimleiter des Altenzentrums Eben-Ezer. Walter Berle ist aufgebracht. Am gestrigen Dienstag, 13. September hält er eine flammende Rede für eine bessere Pflegepolitik vor dem Personal, vor Pflegekräften der Krankenpflegestation, dem Lazarus Pflegedienst, dem Hospizdienst Chattengau.

Sechs Pfeiler haben die Forderungen, die zeitgleich in Wiesbaden bei einer Presssekonferenz mit dem Hessischen Sozialminister verkündet werden.

Zum Einen wünscht sich die Liga der freien Wohlfahrtspflege eine einheitliche Ausbildung und ein abgestuftes Weiterbilduingssystem, das am Ende auch auf die Universität führen soll. So sei es für die Pflegenden leichter auch innerhalb des Berufsfeldes zu wechseln. Außerdem seien die Schnittmengen groß zwischen  etwa Krankenhaus- und Altenpflege.

Diese Ausbildung, so die zweite Forderung, solle solidarisch finanziert werden. Noch sei es so, dass Ausbildungsbetriebe einen Wettbewerbsnachteil haben, so die Begründung. Außerdem stelle das Ministerium zu wenig Schulplätze zur Verfügung.

Diese dritte Forderung begründet die Liga mit dem Steigen des Pflegebedarfs durch den demographischen Wandel – der sei bisher nicht eingerechnet worden.

Pflege in die Lehrpläne

Ein wichtiger Punkt, den Berle besonders betonte, ist die Integration der Themen Alter und Pflege in die Lehrpläne der Schulen. Sowohl in Sozialkunde, als auch in Ethik und Religion sollen die Themen bearbeitet werden.

Generell fordern die Einrichtungen und Träger eine nachhaltige Pflegepolitik und schließlich auch eine bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Auch an einer besseren Anerkennung soll  die Landregierung arbeiten.

Ihre Zustimmung können Interessierte über eine Onlineplattform per Voting signalisieren:www.myplace-altenpflege.de

Liga der Freien Wohlfahrtspflege

Hessen. Zur Liga gehören die hessischen Verbände der Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz und der Jüdischen Gemeinden.

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