Apfelsaft aus der Region: Streuobstinitiative ruft zur Erntesaison auf

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Schwalm-Eder. Die Erntesaison für die neugegründeten Streuobstinitiative im Schwalm–Eder–Kreis beginnt in wenigen Tagen.

Schwalm-Eder. Die Erntesaison für die neugegründeten Streuobstinitiative im Schwalm–Eder–Kreis beginnt in wenigen Tagen. Im letzten Jahr hat die Naturlandstiftung unter Vorsitz des Ersten Kreisbeigeordneten Winfried Becker den Anstoß gegeben, die Äpfel aus den kommunalen Streuobstwiesen in Gudensberg, Fritzlar, Homberg und Borken zu sammeln und zu pressen. Die Kommunen stellten daraufhin ihre Obstwiesen zur Verfügung, der Umwelt-und Recyclingdienst Borken, das Hephata Bildungszentrum Gombeth und der Starthilfe ABV Homberg, konnten als Akteure zur Pflege und Ernte der Obstwiesen gewonnen werden.

Geplant ist den erzeugten Saft zunächst probeweise in Kindergärten, Schulen und den Kommunen anzubieten und zu verbrauchen. Die Naturlandstiftung möchte mit dieser Aktion einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Obstwiesen leisten, die lebende historische Dokumente einer alten Landnutzungsform sind, sie gliedern und prägen unsere nordhessische Landschaft.

Am 19. September sollen die gesammelten Äpfel auf dem Gelände des Umwelt- und Recyclingdienstes in Borken gepresst und der Saft in fünf Liter Boxen abgepackt werden. Den Abschluss des Obstjahres in Borken bildet das bereits traditionelle Apfelfest am 11. Oktober in der Alten Mühle, Gombeth. In Gudensberg wird am 5. Oktober ein Streuobstfest veranstaltet.

Die Obstwiesen sind ein unerschöpfliches Genreservoir für alte Obstsorten. Durch die extensive Bewirtschaftung ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel gelten sie als ein Beispiel für umweltverträgliche und vielfältige Wirtschaftsformen. Erzeugung wertvollen Apfelsaftes aus den heimischen und regionalen Obstwiesen ist das Ziel der Streuobsinitiative. Eventuell können durch diese Initiative Einnahmen erzielt werden, die die Pflege, Erhaltung und Neuanlage der Streuobstwiesen ermöglichen. Die Verarbeitung des Obstes erfolgt in regional ansässigen Keltereibetrieben. Daneben sollen Lehrgänge und Informationsveranstaltungen, unter anderem Schaupressen zu verschiedensten Anlässen, angeboten werden. Sollte Ernte und Vermarktung ein Erfolg werden, so können sich im nächsten Jahr auch andere Vereine und Verbände oder auch Schulklassen an den Aktionstagen beteiligen.

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