Aufschrei der Lehrer

Melsungen. Extrem hohe Pflichtstundenregelungen auf dem Niveau von 1948 und Klassengren, die ebenfalls im Rekordbereich unter den

Melsungen. Extrem hohe Pflichtstundenregelungen auf dem Niveau von 1948 und Klassengren, die ebenfalls im Rekordbereich unter den Bundeslndern liegen. Dies sind zwei herausragende Beispiele fr die schlechten Rahmenbedingungen in den hessischen Schulen, sagt Elke Schrammel. Fr die Personalrtin an der Radko-Stckl-Schule in Melsungen ist klar: 

Bessere Bildung

Vom vor sechs Jahren durch Ministerprsident Koch proklamierten Ziel, Hessen zum Bildungsland Nr. 1 zu machen, sind wir meilenweit entfernt. Die schlechten Arbeitsbedingungen in den Schulen fhren auch dazu, dass viel zu wenig junge Menschen den grundstzlich erstrebenswerten Lehrerberuf ergreifen wollen. Bessere Bildung erfordere nicht zuletzt deutlich bessere Arbeitsbedingungen in den Schulen.

Deshalb fordert die Personalversammlung der Radko-Stckl-Schule in Melsungen jetzt alle im Landtag vertretenen Parteien auf, vor den Landtagswahlen konkrete Zusagen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Schulen zu geben. Konkret wird gefordert: Vollstndige Rcknahme der Pflichtstundenerhhung aus dem Jahr 2004; Altersteilzeit ber das Jahr 2009 hinaus sowie kleinere Klassen- und Gruppengren.

Fachkrftemangel

Gute Bildungsarbeit sei nicht zum Nulltarif zu haben, so die Begrndung. Eine gute Bezahlung, die die Ttigkeit als Lehrer fr jngere Menschen wieder attraktiver macht, sei dringend geboten. Ansonsten werde das Bildungswesen im Wettbewerb um die besten Kpfe von morgen weiter ins Hintertreffen geraten.

Der vorhandene und absehbare Fachkrftemangel im pdagogischen Bereich gefhrde den Bildungsstandort Deutschland. Inzwischen entwickele sich ein gnadenloser Abwerbe-Wettbewerb der reichen Bundeslnder gegenber ihren finanzschwcheren Nachbarlndern, so Elke Schrammel. Wir wollen keinen Besoldungsfrderalismus und keine Abkoppelung der Besoldung der Lehrer von der allgemeinen Entwicklung der Entgelte im ffentlichen Dienst, so betont sie. Daher treten wir dafr ein, dass die Verhandlungsergebnisse der Tarif- und Besoldungsrunde 2009 zeit- und wirkungsgleich in das Besoldungrecht aller Lnder bertragen wird.

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