Ausbildungsförderung – Land finanziert Lehrstellen

Schwalm-Eder. Wenn ein Ausbildungsvertrag zwischen einem Betrieb und einer Hauptschülerin oder einem Hauptschüler noch bis zum 31. März dieses Jahr

Schwalm-Eder. Wenn ein Ausbildungsvertrag zwischen einem Betrieb und einer Hauptschülerin oder einem Hauptschüler noch bis zum 31. März dieses Jahres abgeschlossen wird, so trägt das Land Hessen im ersten Jahr 50 Prozent der monatlichen Ausbildungsvergütung und 25 Prozent im zweiten Jahr.Das teilt Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder mit. Dieses Ausbildungsförderprogramm des Landes solle den Hauptschülern helfen, eine Ausbildungsstelle zu finden. "Ein Schritt in die richtige Richtung", nannte Altenhof das Förderprogramm. Es sei eine gute und praxisnahe Möglichkeit, jungen Menschen berufliche Perspektiven in einem Betrieb zu eröffnen. Besonders das Handwerk ist nach Altenhofs Worten für Hauptschüler nach wie vor attraktiv, denn rund 50 Prozent der Ausbildungsanfänger eines Jahrgangs sind im Handwerk immer noch Hauptschüler. Zwar sinkt diese Zahl, doch gerade die Handwerksbetriebe geben immer noch vielen Hauptschülern eine berufliche Chance.Altenhof freut sich, dass nun eine finanzielle Hilfe für die Ausbildungsbetriebe deren Engagement belohnt und stärkt. "Seit vielen Jahren hatte das Handwerk angemahnt, mehr für diese Jugendlichen zu tun", sagte er weiter. Hinderlich sei jedoch die knappe Antragsfrist. Aus Erfahrung hätten vor allem kleinere Betriebe Schwierigkeiten die Förderung rechtzeitig zu beantragen, weil sie ihre Personalentscheidung meist erst dieser Tage oder sogar später treffen.

Die Bedingungen

Gefördert werden Berufsausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen, die die Jahrgangsstufe 9 der allgemeinbildenden Schulen höchstens mit einem einfachen (nicht qualifizierten) Hauptschulabschluss verlassen. Das geförderte Ausbildungsverhältnis muss im direkten Anschluss an die Schulentlassung aus der Jahrgangsstufe 9 beginnen, in jedem Fall aber im Kalenderjahr der Entlassung. Zudem muss der Jugendliche der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, der Arbeitsförderung oder einem Träger der Grundsicherung als Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet sein. Ferner muss er den Hauptwohnsitz in Hessen haben und darf nicht älter als 27 Jahre sein. Wird er Ausbildungsvertrag innerhalb der Probezeit gelöst, verfällt der Zuschuss; desgleichen, wenn der Auszubildende mit Inhaber oder Gesellschafter/innen im ersten oder 2. Grad verwandt ist. Ferner dürfen keine weiteren Zuschüssen aus anderen öffentlichen Haushalten in Anspruch genommen werden.

Kreishandwerker helfen

Schnelle Hilfe bietet die Kreishandwerkerschaft ihren Mitgliedern. Dort können Interessierte den Förderantrag erhalten und sich gleich beim Ausfüllen helfen lassen. Weitere Auskünfte unter Tel.: 05681 / 9881-0.

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