Baukosten im Wieragrund liegen im Plan

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Schwalmstadt. Wer neue Erkenntnisse über die weiterhin ungeklärten Grundstücksverhältnisse im Treysaer Wieragrund erwartet hatte, der wurde bei de

Schwalmstadt. Wer neue Erkenntnisse über die weiterhin ungeklärten Grundstücksverhältnisse im Treysaer Wieragrund erwartet hatte, der wurde bei der gemeinsamen Sitzung des Bau-, des Wirtschafts- und des Haupt- und Finanzausschusses am vergangenen Montag enttäuscht.

Zur öffentlichen Sitzung der drei Gremien hatten sich über 40 interessierte Bürger im Sitzungssaal des Ziegenhainer Rathauses eingefunden, um sich wie die Ausschussmitglieder auf den aktuellen Sachstand zu bringen.

Einige Ausschussmitglieder hatten zuvor eine Ortsbegehung durchgeführt, bei der sie die Fortschritte beim Bau des neuen Aldi-Marktes, der Fundamente für die Wieragrundbrücke und die Stützwand, die derzeit parallel zur Bahnstrecke entsteht, in Augenschein nehmen konnten. Diplom-Ingenieur Heiko Völke, vom Ingenieurbüro Oppermann aus Vellmar, erläuterte die sehr komplexen Einzelmaßnahmen und deren tatsächliche Kosten anhand vieler Schaubilder.

"Bei einem Bau dieser Größenordnung gibt es immer Unwägbarkeiten, aber wir liegen noch gut im Plan", sagte Bürgermeister Wilhelm Kröll optimistisch. "Bisher wollen die Investoren an ihren Plänen festhalten", entgegnete er Spekulationen über deren eventuellen Ausstieg, zugleich befürchtete er allerdings Verzögerungen in der weiteren Bauausführung des geplanten Einkaufszentrums (EKZ).

Zum Thema "ungeklärte Grundstücksverhältnisse" griff der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Hans Ulrich Gielsdorf (FWG), den Bürgermeister scharf an und verwies auf eine Anfrage vom September des vergangenen Jahres.

Damals habe Kröll die Eigentumsverhältnisse als "geklärt" bezeichnet, so Gielsdorf lautstark. "Ich werde kein Urteil kommentieren, das zwei prozessbeteiligte Privatpersonen betrifft", erwiderte der Bürgermeister entschieden und bezog sich auf den laufenden Rechtsstreit zwischen der Investorengemeinschaft und dem Eigentümer dreier kleiner Parzellen mitten im Baugebiet des geplanten EKZ.

Zum Abschluss dieser "reinen Informationsveranstaltung" dankte der Vorsitzende des Bauausschusses, Johannes Biskamp (B’90/ Die Grünen), allen Beteiligten und den zahlreichen Bürgern für ihr Interesse.

"Wichtig ist das Gespräch mit den Investoren im November", sagte der stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses, Walter Keim (CDU), am Rande. Vor dem Rathaus sah man nach der Veranstaltung noch zahlreiche kleine Diskussionsrunden, die sich angeregt mit dem komplexen Thema auseinander setzten.

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