Bei Borkener Flohmarkt trifft bayrisches Expertenwissen auf nordhessische „Schätzchen“

Borken Flohmarkt Ludwig Hofmaier Trödel Experte Bares für Rares
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Ein Stück Sportgeschichte: Hans-Joachim Weiß aus Frankenberg ist stolzer Besitzer von Originalunterlagen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Vor 45 Jahren hat er sie in einer Wohnung in Berlin-Neukölln entdeckt.
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Ein Stück Sportgeschichte: Hans-Joachim Weiß aus Frankenberg ist stolzer Besitzer von Originalunterlagen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Vor 45 Jahren hat er sie in einer Wohnung in Berlin-Neukölln entdeckt.
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Ein Stück Sportgeschichte: Hans-Joachim Weiß aus Frankenberg ist stolzer Besitzer von Originalunterlagen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Vor 45 Jahren hat er sie in einer Wohnung in Berlin-Neukölln entdeckt.
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Ein Stück Sportgeschichte: Hans-Joachim Weiß aus Frankenberg ist stolzer Besitzer von Originalunterlagen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Vor 45 Jahren hat er sie in einer Wohnung in Berlin-Neukölln entdeckt.
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Ein Stück Sportgeschichte: Hans-Joachim Weiß aus Frankenberg ist stolzer Besitzer von Originalunterlagen von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Vor 45 Jahren hat er sie in einer Wohnung in Berlin-Neukölln entdeckt.
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Trödelexperte beim Borkener Flohmarkt: Ludwig Hofmaier war von den zahlreichen Schätzchen begeistert.
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Großes Interesse bei Trödelhändler Reinhard Engel (Mitte) und Ludwig Hofmaier (re.): Wolfgang Stünkel aus Fritzlar hatte seine „Diana“ mitgebracht. Die Porzellanplastik stammt aus der Zeit um 1920.
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Trödelexperte beim Borkener Flohmarkt: Ludwig Hofmaier war von den zahlreichen Schätzchen begeistert.

Längst verstaubte Dachbodenfunde, Erbstücke, Uhren und Schmuck der seit Jahrzehnten im Familienbesitz oder Schnäppchen aus den Netz – alles nur wertloser Trödel, Erinnerungsstücke mit lediglich ideellen Wert oder doch richtig wertvolle „Schätzchen“? Ein Frage, auf die man beim Borkener Flohmarkt am vergangenen Wochenende eine Expertenantwort bekam.

Borken. Trödelhändler Ludwig Hofmaier, bekannt aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, der selbst regelmäßig mit einem großen Stand beim Borkener Flohmarkt vertreten ist, nahm sich Zeit, um verschiedene „Schätzchen“, die seit Jahrzehnten in nordhessischen Wohnzimmer schlummern oder erst kürzlich beim Aufräumen des Dachbodens zum Vorschein kamen, für ihre Besitzer mit gekonntem Auge und reichem Expertenwissen zu schätzen.

Rund 60 Interessenten aus der Region nutzten die Gelegenheit, um Schmuck, Porzellan, Gemälde und vieles mehr, von Hofmaier begutachten zu lassen. In der Hoffnung, ein wertvolles Stück ihr eigen nennen zu können und eventuell daraus auch ein gutes Geschäft machen zu können.

So auch Hans-Joachim Weiß. Der 79-Jährige, der mit Enkelin und zwei Urenkeln aus Frankenberg nach Borken gekommen ist, hatte ein Stück Sportgeschichte dabei. Neben einem Stadtplan Berlins, auf dem alle Austragungsorte der Olympischen Spiele von 1939 verzeichnet gewesen sind, zauberte Weiß aus seiner Aktentasche noch weitere Unterlagen zu dem Sportereignis vor 85 Jahren: Ein Telefonbuch sowie Aufzeichnungen von der Eingangspforte des Olympischen Dorfes.

„All das haben wir vor über 45 Jahren im Flurboden einer Wohnung in Berlin Neukölln gefunden“, erinnert sich Weiß. Damals hatte er seinem Neffen bei Einzug geholfen, der ihm die Fundstücke als Dankeschön für seine Unterstützung überlassen hatte. „Wunderschöne Sachen, alles Originale“, kommentierte Hofmaier die Sammlerstücke, deren Wert er auf rund 500 Euro schätzte.

500 Euro, das war auch der Preis, den sich Wolfgang Stünkel für seine „Diana“ vorgestellt hatte. „Es war vermutlich ein Geschenk zur Hochzeit meiner Großeltern 1920“, erzählt der Fritzlarer. Viel mehr über die Herkunft der Porzellanplastik wisse er aber leider nicht. „Ich wollte jetzt mal hören, was die Experten dazu sagen.“

Und die waren begeistert. Sowohl bei Hofmaier und auch bei Trödelhändler Reinhard Engel von der Antikhalle in Kassel stieß die Darstellung einer Jagdszene auf Interesse. Es sei eine „wunderschöne Darstellung“ waren sich die beiden Experte einig. „Ich habe so etwas lange nicht mehr gesehen“, so Engel weiter. Der Wunschpreis, den Stünkel aufgerufen habe, sei aber nicht zu erzielen, denn zum einen weise die Porzellanplastik mehrere kleine Beschädigungen auf, zum anderen sei die Herkunft mangels

Stempel nicht zu identifizieren. Bei Arbeiten von KPM oder Meißner Porzellan hätte man über eine vierstelligen Betrag reden können, so Hofmaier. Am Ende gab es für Stünkel 350 Euro für den nächsten Tauchurlaub und ein Erinnerungsfoto mit Star-Trödelmarkthändler Ludwig Hofmaier.

Wer den Termin beim Borkener Flohmarkt verpasst hat, hat nach Terminvereinbarung unter 0176/56790406 am 12. und 13 Juli in der Antikhalle in Kassel die Gelegenheit, seine „Schätzchen“ von Ludwig Hofmaier begutachten zu lassen.

Rubriklistenbild: © Sorembik

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