Berufsfindung braucht Praxis

Von ANDREAS BERNHARDFelsberg. Wie finde ich die passende Ausbildung? Eine Frage die viele Schler beschftigt. Das Problem: Der Beruf

Von ANDREAS BERNHARD

Felsberg. Wie finde ich die passende Ausbildung? Eine Frage die viele Schler beschftigt. Das Problem: Der Berufsfindungsprozess kommt in der Schule oft zu kurz, sagt Angelika Horstkotte-Pausch, Mitglied der Geschftsfhrung der Jugendwerkstatt in Felsberg. Die obligatorischen Betriebspraktika wrden deshalb oft nicht nach Neigung, sondern nach der Nhe zum Wohnort oder wegen der Beziehungen der Eltern ausgesucht.

Einblick in die Praxis

Das im August eingefhrte Programm Berufsorientierende Praxis (BoP) soll hier helfen. Innerhalb von zwei Wochen bekommen die Schler einen Einblick in das Elektro-, Metall- und Malerhandwerk sowie in den Bereich Hauswirtschaft. Begleitet wird die Praxis in den Werksttten von Gesprchen ber die eigenen Ziele und Erfahrungen sowie einem Kurs zur Strkung der Teamfhigkeit. Zur Zeit durchlaufen 16 Schler der achten Klasse der Hermann-Schafft-Schule fr Hrgeschdigte das BoP-Programm und deren Schulleiter Dietmar Schleicher ist begeistert: Das Konzept ist absolut top. Leider, so betont er, passe projektbezogener Unterricht oft nicht in den schulischen Alltag. Deshalb geht die Homberger Schule nun neue Wege. In einem Pilotprojekt wurde ein Gesamtkonzept fr den Jahrgang erstellt. Klassenlehrerin Manuela Halube wurde fr zwei Wochen vom Unterricht freigestellt und begleitet ihre Schtzlinge. So hofft Schleicher, sind wir wesentlich zielgerichteter.

Sehr interessant

Auch bei den Schlern selbst kommt BoP gut an. Es ist sehr interessant, urteilt etwa Patrick Ebert. Er knne sich jetzt gut vorstellen als Maler zu arbeiten. Whrend er gerade damit beschftigt ist ein Stck Metall zu schleifen, sind seine Klassenkameraden dabei Ordner zu bemalen, Lampen zu bauen oder das Mittagessen fr alle vorzubereiten.

Finanziert wird BoP je zur Hlfte von der Arbeitsagentur und der Stiftung MitMenschen der PSD-Bank. Ludwig A. Dillmann, Vorsitzender der Stiftung, der zuvor 20.000 Euro an Axel Graef, den Geschftsfhrer der Jugendwerkstatt berreichte, zeigte sich ebenfalls beeindruckt von dem Programm. Sein ermutigendes Fazit: Unser finanzielles Engagement ist in Felsberg am richtigen Ort. Eine weitere Frderung im kommenden Jahr ist daher nicht ausgeschlossen.

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