Zu Besuch beim ,Negativbeispiel’

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Homberg. Bad Wildunger Wirtschaftsrunde besichtigt die Kreisstadt

Homberg. Die Überschrift in einer Waldeck-Frankenberger Regionalzeitung, war provokativ gewählt: "Ziel: Tote Altstadt" und der Untertitel "Wirtschaftsrunde fährt nach Homberg".

Eine Gruppe Wildunger Bürger, Parlamentarier und Unternehmer besuchte vergangenes Wochenende das "Negativbeispiel" Homberg. Immerhin wurden vor 25 Jahren Fachmärkte nach außen gelegt. Mittlerweile werden jedoch Anstrengungen zur Revitalisierung der Innenstadt unternommen, so die Vertreter der Wirtschaftsrunde.Aufgrund einer Kurkrise, personellen Problemen, Schliessungen, Bevölkerungsrückgang und über 40 Leerstände in der Innenstadt erlebt die Kurstadt derzeit einen Veränderungsprozess. Gleichzeitig, so erklärt ein Mitglied der Wirtschaftsrunde, werden Chancen wie Markenentwicklung, nicht wahrgenommen und die Zukunftsweichen falsch gestellt.

Eine dieser Weichen sei die innenstadtnahe Versorgung der Bevölkerung. Die großen Supermarktketten drängen auf die grüne Wiese vor der Stadt und die, die dort schon angesiedelt sind, wollen ihre Hallen noch erweitern. "Aus Sicht der Unternehmen verständlich, aus Sicht der Innenstadtentwicklung ein Fiasko" so Ulrich Moldenhauer, Vorsitzender der Wirtschaftsunde. Verlierer dieser Planungen sind zuerst die Behinderten, die Alten und Kinder und dann die Innenstädte selbst, denn ohne Besucherfrequenz kein Handel, ohne Handel keine Vermietung, ohne Vermietung kein Ertrag und ohne Ertrag keine Instandhaltung der historischen Bausubstanz.In Homberg trafen die Gäste mit dem Stadtarchitekten Jochen Gontermann und dem Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins Dr. Dirk Richhardt zusammen. In intensiven Gesprächen erläuterten sie die Entwicklungen und stellten die Homberger Pläne und Absichten dar. Davon zeigten sich die Besucher so überzeugt, dass sie spontan die beiden Homberger nach Bad Wildungen einluden, um dort den Austausch weiter zu intensivieren.

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