Brachialer Bolide - Benno Makowski und sein Ford Capri RS

Niederurff. Er ist tief, breit und eine absolute Rarität. Der Klang seines 2,6 Liter V6 Motor ist brachial und unverwechselbar: der 71er Ford Capri-R

Niederurff. Er ist tief, breit und eine absolute Rarität. Der Klang seines 2,6 Liter V6 Motor ist brachial und unverwechselbar: der 71er Ford Capri-RS von Benno Makowski aus Niederurff. Von den einst 3532 gebauten Exemplaren existieren heute weltweit keine 50 Fahrzeuge mehr. Dementsprechend kann auch der 61-jährige ein Lied davon singen, wie schwierig es war Ersatzteile für eine Restauration zu finden. "Eigentlich ist es ein Wahnsinn gewesen", erzählt Makowski rückblickend. "Denn es gibt einfach keine Teile mehr für den RS".

Dem Zufall zu verdanken

Dabei ist es nur dem Zufall zu verdanken, dass der Capri-Fan dieses Schätzchen überhaupt gefunden hat. Bei einer Ausfahrt mit seinem im Jahr 2000 restaurierten Ford Capri, einem 69er, 2,0-Liter V6 mit 90 PS, entdeckte der ehemalige Chauffeur den heruntergekommenen Boliden im Hinterhof eines Ford-Händler in Hann. Münden. Zwar war es keine Liebe auf den ersten Blick. Doch angesteckt von Freunden ließ sich der gelernte Kfz-Mechaniker kurzerhand dann doch auf sein zweites Restaurationsabenteuer ein. Seinen Traum vom ersten 1er Capri hatte er sich ja bereits Jahre zuvor in einer einjährigen Mission erfüllen können. Für den Rennwagen hingegen waren fünf Jahre Arbeit und jede Menge Geduld nötig, um aus dem einst desolaten und eigentlich schon schrottreifen Zustand ein wahres Schmuckstück zu machen.

Heute erstrahlt der 150 PS Capri in Silber-Blau, den original Rennfarben aus dem Jahr 1971. Markant sind auch die Rundverbreiterung sowie die kleinen Rücklichter, die den Ur-Capri vom sogenannten "1B-Capri" unterscheiden. Für den Niederurffer, der bereits als 19 jähriger vom Caprifieber ergriffen wurde, ist es noch heute annähernd unvorstellbar, dass sein Oldie ein so tolles Auto geworden ist. Das hätte er selber nicht gedacht und "ohne die Hilfe von Freunden und Beziehungen innerhalb der Capri-Szene, wie beispielsweise zur Kölner Rennsportlegende Gerd Brauheiser, wäre der Aufbau nicht möglich gewesen".

Von Rennfahrerlegende Jochen Maas bewundert

Auf der Automobilausstellung Retro Classic Stuttgart würdigte sogar Jochen Maas, ehemaliger deutscher Automobil-Rennstreckenmeister auf Ford Capri RS im Jahr 1971, die hervorragende Restauration mit einem Autogramm auf dem Heckdeckel des Oldtimers.Eine Sache sei am Wagen aber nicht Original. Sieht man ihn heute mit seiner Ford-Legende durch den Schwalm-Eder Kreis fahren, fällt einem unmittelbar das H-Kennzeichen auf. "Das ist das einzige was nicht Original ist. Es ist ein altes Auto, also sollte nach so vielen Auflagen eigentlich auch ein altes FZ-Kennzeichen angebracht sein", schmunzelt der Oldtimerliebhaber abschließend.

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