Braunianer fordern sieben Prozent mehr - Mitarbeiter wollen an Rekord-Bilanz teilhaben

Melsungen. Mit etlichen Aktionen wollen die Braun-Gewerkschaftler der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auf den Betonkurs der Ar

Melsungen. Mit etlichen Aktionen wollen die Braun-Gewerkschaftler der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auf den Betonkurs der Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam machen.Vor dem Hintergrund der niedrigen Arbeitslosenquote im Februar von  6,5 Prozent und auf Grund der gerade erst vorgestellten sehr guten Geschäftsergebnisse von B.Braun halten die Vertrauensleute an ihrer Forderung von sieben Prozent mehr Lohn, 59 Euro mehr an Ausbildungsvergütung sowie an besonderen Regelungen für die Schichtarbeiter, die rund um die Uhr die ganze Woche im Einsatz sind, fest."In den letzten Jahren haben wir als Arbeitnehmer immer moderate Lohnerhöhungen in der chemischen Industrie mitgetragen. Zum Einen, um den Betrieben aus der Krise zu helfen und zum Anderen, den Bestand des Flächentarifvertrages zu sichern". so die Betriebsrätin Doris Pöllmann die als Mitglied in der Bundestarifkommission die Interessen der B.Braun-Beschäftigten vertritt.

Krise war gestern

Weiterhin sagte sie: "Die Krise war gestern, heute ist Aufschwung – und an dem wollen wir als Arbeitnehmer angemessen beteiligt werden. Wer mithilft die Betriebe aus der Krise zu führen sollte darauf vertrauen können, auch nach der Krise einen fairen Anteil am Erfolg zu bekommen. Das gehört unserer Meinung nach zu einer guten Sozialpartnerschaft."Die Aktionen stehen unter dem Motto: "Wir lassen uns nicht blenden". Passend dazu hatten sich die Gewerkschafter mit Sonnenbrillen ausgestattet. Eine satirische Anspielung auf die Aussage von Hans Paul Frey vom Bundesarbeitgeberverband der Chemischen Industrie. Dieser hatte gewarnt die IG BCE dürfe sich bei den Tarifverhandlungen vom vermeintlichen Aufschwung "nicht blenden lassen".Am 31. März läuft der aktuelle Tarifvertrag aus. Bei der ersten Verhandlungsrunde auf Bundesebene legten die Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben noch keinerlei Angebot vor.

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