Demografischer Wandel am Knüll

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Schwarzenborn. Sommerreise führt Minister nach Schwarzenborn.

Schwarzenborn. Der demografische Wandel macht auch vor Schwarzenborn nicht Halt, deshalb versuchen die Verantwortlichen den ländlichen Raum mit neuen Ideen zu beleben und den Ort durch Innovationen auch für künftige Generationen interessant zu gestalten.

Um sich ein Bild von den Entwicklungen und Plänen vor Ort zu machen, sind derzeit zahlreiche Bundes- und Landespolitiker auf Sommerreise, Hessens kleinste Stadt war vergangenen Dienstag gleich zweimal Ziel für einen Ministerbesuch. Vormittags begrüßte Bürgermeister Jürgen Kaufmann Staatsminister  Axel Wintermeyer, Chef der Staatskanzlei und Demografie-Beauftragter in Hessen. "Auf dem Land spielt Demografie eine maßgebliche Rolle", sagte Kaufmann während er seinen Gast durch den Ort führte. Im zweiten Stadtspaziergang erörterte er mit Umweltministerin Priska Hinz vor allem städtebauliche Probleme, wie etwa der Leerstand zahlreicher Gebäude. Hermann Häusling, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, sowie Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet, begleiteten die kleine Tour durch die Knüll-Stadt.

Altes Pfarrhaus – neues Versorgungszentrum

"Wir haben noch eine Finanzierungslücke von etwa 80.000 Euro", äußerte Kaufmann mit Blick auf das alte Pfarrhaus, das für rund 700.000 Euro aufwendig saniert werden soll. Dann könne es unter anderem als Ort für kleinere Kulturveranstaltungen dienen, örtliche Vereine fänden dort ein Heim und Teile des Stadtarchivs könnten in direkter Nachbarschaft zum Rathaus in einem entsprechenden Raum untergebracht werden, so der Verwaltungschef weiter. "Dieses Gebäude ist ein Beispiel für hervorragende Sanierung", sagte er vor dem Komplex der Bäckerei Nolte. Dort seien 35 Mitarbeiter beschäftigt, machte er darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen deutlich. "Wir produzieren bisher bereits 50 Prozent mehr Strom als die Stadt benötigt", berichtete Kaufmann der Ministerin zum Thema "Energie", ein weiterer Ausbau werde aktuell vorangetrieben.

Vor dem Nahkauf-Markt, sein Bau war einer der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der jüngsten Vergangenheit, erläuterte der Bürgermeister das nächste Ziel. "Hier soll mal ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen, das durch eine Betreibergesellschaft geführt wird", lautete der ehrgeizige Plan der aktiven Gestalter.Zum Abschluss ihres relativ kurzen, aber dennoch informativen Besuchs schrieb die Ministerin den Schwarzenbörnern ins Gästebuch: "Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement hier die Stadtentwicklung betrieben wird".

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