Diamanten in schwarz und weiß

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Treysa. Countertenor Oswald Musielski verzaubert mit seiner Stimme

Schwalmstadt. Ein strahlend weißer Anzug mit silbernen Applikationen und eine perfekte Frisur – so wandelte Countertenor Oswald Musielski durch den Mittelgang und eröffnete sein Programm "Diamonds". Der Sänger mit der außergewöhnlichen Stimme trat am Freitag bereits zum vierten Mal in der katholischen Kirche in Treysa auf und über 200 Fans brachten das Kirchenschiff beinahe zum Platzen. Schon der Auftakt, Whitney Houstons "I have nothing", sorgte beim Publikum für Entzückung und demonstrierte die Stimmgewalt Musielkis. Immer wenn die Zuhörer dachten, es geht nicht mehr höher, belehrte sie das Ausnahmetalent eines Besseren. "Wir haben ein sehr buntes Programm", beschrieb der 26-Jährige seine Reise durch die Welt der Musicals, wie etwa "Jeckyll & Hyde" und "Starlight Express" oder in Verdis "Aida". Zwischendrin unterbrach er diese gelegentlich durch Ausflüge in die Popmusik oder nach Hollywood. Sogar Geheimagent 007 gab sich in der Kirche die Ehre, denn ein "Diamant" in Musielskis Repertoire war Shirley Basseys "Diamonds are forever" aus dem gleichnamigen James-Bond-Film.

Kollektive Gänsehaut

"I dreamed a dream" aus "Les Miserables" sang er mit einer solchen Hingabe, dass er eine kollektive Gänsehaut im Publikum verursachte. Für musikalische Abwechslung sorgte sein jüngerer Bruder Tom, der zwischenzeitlich zwei Stücke auf der Violine präsentierte. Im schwarzen Samt-Frack stolzierte der Sänger nach der Pause mit "New York, New York" auf die Bühne und eröffnete den zweiten Teil seiner Revue. "Schließen sie immer mal die Augen, dann haben sie auch die Bilder zu den Liedern", empfahl Oswald seinem Publikum und viele folgten seiner Einladung. Highlight des Abends war sicherlich seine Interpretation von "I will allways love you", das schon im Original von Whitney Houston ergreifend war. Das Auditorium, darunter viele "Wiederholungstäter", dankte es ihm mit stehenden Ovationen. Der gute Sound und die stimmungsvolle Beleuchtung unterstützten den einmaligen Hörgenuss in der Kirche. Sein extravagantes Auftreten, auf das er immer wieder angesprochen wird, kommentierte der Sänger in seiner Zugabe einfach musikalisch: "I am, what I am" (Ich bin, was ich bin).

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