Digitale Landlust in Homberg

Der Treffpunkt für Homberger und die Teilnehmer des „Summer of Pioneers“: Am Marktplatz laden ein Hochbeet und ein Pavillon zu Gesprächen zwischen Einheimischen und den Pionieren ein.
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Der Treffpunkt für Homberger und die Teilnehmer des „Summer of Pioneers“: Am Marktplatz laden ein Hochbeet und ein Pavillon zu Gesprächen zwischen Einheimischen und den Pionieren ein.

Zum Auftakt iher Sommerreise besuchte die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus in dieser Woche den „Summer of Pioneers“ und eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf dem Marktplatz eine Fotoausstellung der Preisträger „Hessischer Staatspreis Universelles Design 2020“.

Homberg. Der Hessische Staatspreis Universelles Design wird alle zwei Jahre verliehen und prämiert besonders zukunftsweisende Produkte, Konzepte und Technologien, die sich durch eine universelle Nutzung in allen Lebensbereichen des Alltags auszeichnen. Im Jahr 2020 wurden 254 Projekte eingereicht – so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Staatspreises.

Verliehen wird der Preis gemeinsam durch das Hessische Ministerium für Finanzen, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie – erstmals seit 2020 – durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung unter Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Die Prämierung erfolgte bereits im November 2020. Bis zum 17. August 2021 werden die ausgezeichneten Projekte im Rahmen einer Fotoausstellung gezeigt. Die Preise wurden in drei Kategorien verliehen: „Unternehmen“, „Nachwuchs“ und „Nachwuchs Digital“.

Vielfältige Ideen: Monika Benz, Projektleiterin Hessischer Staatspreis Universelles Design, gab nicht nur Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus einen Einblick in die prämierten Projekte.

„Miteinander die Digitalisierung gestalten – dieses Thema treibt mich persönlich um, aber es ist auch ein wichtiger Bestandteil der Digitalstrategie. Es geht um Menschen, die in die Lage versetzt werden sollen, dank der Digitalisierung an sämtlichen Aspekten des Lebens besser teilzuhaben, als es in einer analogen Welt vorher möglich war“, so Digitalministerin Sinemus. Es sei der Hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen, den ländlichen Raum durch die Digitalisierung zu einem „Möglichkeitenraum“ für zukunftsstarke Arbeitsplätze und zum Vorreiter für kommunale Projekte mit Vorzeigecharakter zu machen.

Homberg gehe mit dem Konzept des „Summer of Pioneers“ mit gutem Beispiel voran. Als Coworking-Standort ermöglicht die Stadt 20 sogenannten Pionieren, für sechs Monate auf dem Land kreativ zu sein und tätig zu werden. Hierfür wurde ein „Rundum-Sorglos-Paket“, bestehend aus möblierten Wohnungen, einem Coworking Space und einer Community gemeinsam aus Kreativen und Digitalarbeiterinnen und Digitalarbeitern geschaffen. Im Gegenzug bringen sich die Pioniere mit ihrem Wissen und ihren Netzwerken in der Stadt ein. „Hessen ist ein Land der Möglichkeiten“, so die Ministerin. „Damit Möglichkeiten entstehen können, braucht es aber zunächst Ideen und den nötigen Raum, diese zu Ende zu denken und zu entfalten, so wie hier in Homberg.“

„Wir brauchen für ehemalige Geschäfte in unserer historischen Altstadt neue Nutzungsideen. Mit dem Summer of Pioneers sind in diesem Sommer Menschen in der Stadt, die dafür kreative Ideen entwickeln. Die Pioniere helfen uns, die hohe Lebensqualität in Homberg für die Zukunft zu sichern“, betonte Bürgermeister Dr. Nico Ritz anlässlich des Ministerinnenbesuches.

Projektleiter Jonathan Linker ergänzte: „Den Summer of Pioneers gibt es 2021 drei Mal in Deutschland. Mit dem Projekt demonstrieren wir vor Ort die Potenziale der Digitalisierung für ländliche Regionen. Die digitale Infrastruktur ist da, die Pioniere zeigen was damit möglich wird. In Homberg haben wir die einmalige Gelegenheit, einen Campus für neues Leben und Arbeiten auf dem Land aufzubauen.“

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