Bürgerinitiativen diskutierten mit MdL Gremmels über Südlink

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„Farbe bekennen“ heißt die neue Veranstaltungsreihe der hessischen Bürgerinitiativen gegen Südlink. Den Auftakt gab's jetzt in Fritzlar.

Fritzlar. Die Geburtsstunde einer neuen Veranstaltungsreihe erlebten jetzt rund 40 Gäste im Restaurant Kaiserpfalz. "Farbe bekennen" hieß das Zauberwort mit dem der Landesverband der hessischen Bürgerinitiativen gegen Südlink den Auftakt seiner Aktion überschrieben hatte.

"In regelmäßigen Abständen wollen wir alle hessischen Parteien einladen und mit ihnen ins Gespräch kommen", betonte Bernd Herbold, der zusammen mit Ingmar Theiß als Sprecher der Bürgerinitiativen fungiert. Neben Vertretern aus den Kreisen Kassel und Hersfeld-Rotenburg war auch der heimische Schwalm-Eder-Kreis mit Repräsentanten aus Frielendorf, Fritzlar, Felsberg, Homberg und Gudensberg stark vertreten.

Erster Kandidat, um mit bohrenden Fragen, Sorgen und Nöten gelöchert zu werden, war der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels, der zugleich auch der energiepolitische Sprecher seiner Partei ist. Als "guten Austausch mit großer Schnittmenge" wurde die Diskussion am Ende bezeichnet, wobei aber auch durchsickerte, dass sich die Anwesenden bei so mancher Frage ein deutlicheres Farbbekenntnis gewünscht hätten.

Viele Teilnehmer waren natürlich brennend an einer Antwort auf die Gretchenfrage interessiert, wo die hessische SPD in Sachen Südlink steht. Doch die ungeschminkte Wahrheit ist: Anscheinend noch zwischen den Stühlen, denn der sprichwörtliche rote Faden war im dichten Dschungel aus Zahlen, Daten und Fakten nur schwer zu verfolgen. Eineinhalb Stunden lang versuchten die Vertreter der Bürgerinitiativen eine konkrete Antwort aus dem Energieexperten herauszukitzeln und endlich gab es dann doch noch spontanen Applaus für die Kernaussage des Abends. "Sie bekommen auch eine gute Energiewende in Deutschland hin ohne Südlink", erklärte Gremmels.

Trotzdem lautete das abschließende Urteil von Ingmar Theiß in Richtung des Abgeordneten: "Haben sie den Mut auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Die Wähler werden es ihnen danken".

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