Christine Neubauer zum Kultursommer vor dem Fritzlarer Dom

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Gruppenbild mit Schlange: (v.l.) Nadine Mühlböck, Thomas Peschke und Christine Neubauer nach dem Schlussvorhang des „Jedermann“. Fotos: Köster

In Fritzlar: TV-Star Christine Neubauer spielte in Hugo-von-Hofmannsthal-Klassiker, „Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ mit.

Fritzlar. Schöner hätte das Ambiente nicht sein können – der Fritzlarer Domplatz bot am Wochenende die ideale Kulisse für Kultur vom Feinsten. Noch am Donnerstag stand es in den Sternen, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden könne, doch Petrus hatte ein Einsehen. Der Hugo-von-Hofmannsthal-Klassiker, "Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes", stand im Rahmen des Kultursommers Nordhessen auf dem Programm.

Die Freie Bühne Salzburg ist seit drei Jahren mit diesem Stück auf Tour, für zwei Tage machten sie Station in der Domstadt.

Schauspieler Thomas Peschke brillierte in der Rolle des Jedermann, der, nach seinem ausschweifenden Leben, im Angesicht des Todes die Belanglosigkeit seines Daseins und seiner irdischen Güter sowie die Untreue seiner vermeintlichen Freunde erkennen muss.

Als seine Buhlschaft agierte die bekannte Mimin Christine Neubauer, die nicht nur hoch zu Ross eine gute Figur machte, sondern auch beim erotischen Tanz mit einer zweieinhalb Meter langen Schlange für Begeisterung im Publikum sorgte.

Auch Bürgermeister Hartmut Spogat war in das Schauspiel eingebunden, im blauen Gewand und mit Dreispitz auf dem Kopf gab er zum Auftakt den Spielansager.

Bálint Walter spielte den unheimlichen Tod, der bisweilen mitten im Publikum auftauchte und für die Vollendung seines Werkes auf die Bühne schritt.

In der Pause nutzten viele das Angebot rund um das Bonifatius-Denkmal, Eva Strocka und Wolfgang Kersting gönnten sich einen Gläschen Wein, Marianne Gabriel und Renate Hake ließen sich lieber ein leckeres Eis schmecken.

Im zweiten Teil nahm Jedermanns Schicksal seinen Lauf, dabei ließen Scheinwerfer die Mauern des Doms in wechselnden Farben erstrahlen und sorgten für die richtige Stimmung bei den 600 Zuschauern.

Maren Matthes, Geschäftsführerin und Intendantin des Kultursommers Nordhessen, zeigte sich hoch zufrieden mit der Resonanz und auch die Gäste waren begeistert von der Inszenierung auf der außergewöhnlichen Freilichtbühne.

Die mitgebrachten Schirme wurden glücklicherweise nicht benötigt, lediglich die eine oder andere Wolldecke kam in der kühlen Nacht zum Einsatz.

Fotos: Köster

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