Fritzlarer Kinderhilfswerk hilft in Nepal

+
Nach dem Erdbeben in Nepal: Schlafen im Freien. Foto: Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care

Global-Care in Fritzlar unterstützt den Ärmsten der Armen – und aktuell in Nepal.

Fritzlar. Das Erdbeben in Nepal ist in aller Munde. Eine Welle der Hilfsbereitschaft läuft. Es gilt, den Menschen in einem der ohnehin ärmsten Ländern der Welt zu helfen. Und Hilfe kommt auch aus unserer Region: Das Kinderhilfswerk Global-Care hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Ärmsten der Armen zu helfen. Mit Patenschaften, Projekten mit Katastrophenhilfe. Jetzt in Nepal. Global-Care-Geschäftsführerin Beate Tohmé: "Unser Kinderhilfswerk Global Care ist seit mehr als 30 Jahren in Nepal tätig. In Kathmandu betreibt unsere Partnerorganisation ‘Bal Sewa’ ein ‘House of Hope’ für Straßenkinder. 30 Mädchen erleben dort nach dem Verlust ihrer Eltern oder einem Leben auf der Straße Geborgenheit in ihrem neuen Zuhause."

Lebenszeichen aus Nepal

Projektleiter Gopal Mukhia schreibt jetzt nach dem Erdbeben an Beate Tohmé: "Gott sei Dank. Alle Kinder sind wohlauf, niemand wurde verletzt. Das Gebäude steht, nur die Mauer um unser Grundstück wurde stark beschädigt. Wegen neuer Erdstöße halten wir uns nur noch im Freien auf und schlafen unter einer Plane. Lebensmittel in Kathmandu werden knapp und wir hoffen, dass wir unsere Mädchen gut versorgen können." Beate Tohmé: "Es gleicht einem Wunder, dass unseren Patenkindern und den Mitarbeitern in Kathmandu nichts schlimmeres passiert ist.  Viele Kinder haben jedoch ihre Familie verloren, viele Familien ihr Zuhause. Nun drohen nicht nur Hunger und Kälte, sondern auch die Gefahr von Seuchen steigt, wie bei allen Naturkatastrophen, stark an."

Patenschaften und Projekte

Neben der aktuellen Katastrophenhilfe unterstützt Global-Care aktuell 443 Projekte in 22 Ländern auf vier Kontinenten und erreicht damit 274.000 Menschen. Global-Care will Kindern in Not helfen und deren soziale Verhältnisse verbessern, indem sie für angemessene Erziehung sorgt, gesundheitliche Versorgung sicherstellt sowie schulische und berufliche Ausbildung gewährleistet. "Und das geschieht bei uns beispielsweise über Patenschaften", sagt Tohmé. 3.493 Patenkinder habe die Organisation 2013 unterstützt, Kinder aus Burundi, dem Kongo, Sambia, Haiti oder Bangladesch und vielen anderen Ländern. "Die Patenkinder kommen aus ärmlichsten Verhältnissen. Viele leiden an Unterernährung und fehlender medizinischer Betreuung. Viele können nicht lesen und schreiben, weil ihre Eltern die Schule nicht bezahlen können. Sie sind dem Kreislauf der Armut hoffnungslos ausgeliefert", betont Tohmé.

Ganz nah am Patenkind

Die Patenschaften, die Global-Care vermittelt, sind sogenannte Eins-zu-Eins-Patenschaften. Und mit einem Euro pro Tag sei schon geholfen. Bei der Übernahme einer Patenschaft erhält der Pate einen Bogen mit allen Informationen zu den Lebensumständen seines Patenkindes. Tohmé: "Außerdem wird er regelmäßig über Neuigkeiten zur Lebenssituation seines Patenkindes informiert und über Fortschritte und zu Entwicklungen gibt es Projektberichte." Durch Briefkontakt könne der Pate am Leben des Kindes teilhaben. Tohmé: "So entstehen persönliche Beziehungen über Grenzen und Kulturen hinweg." Es sei auch möglich, das Patenkind zu besuchen.

------------------------------

EXTRA AKTUELL

So kann man helfen

Nepal als eines der ärmsten Länder Asiens braucht dringend Unterstützung. Global-Care liegen die Kinder als Schwächste der Gesellschaft besonders am Herzen. Es werden Nahrung, Trinkwasser, Decken und Medizin benötigt. Beate Tohmé: "Bitte helfen Sie uns, den Kindern und Familien in Nepal zu helfen! 70 Euro reichen, um eine Familie zwei Wochen lang zu ernähren."

Spendenkonto:KSK Schwalm-EderKonto 0120 000 120BLZ 520 521 54IBAN: DE16 5205 2154 0120 0001 20BIC: HELADEF1MEGVerwendungszweck: 8310-010 Erdbeben Nepal

Ansprechpartner:Reinhard Berle, Tel. 05622-916545, reinhard.berle@kinderhilfswerk.deBeate Tohmé, Tel. 05622-9190022, beate.tohme@kinderhilfswerk.de www.kinderhilfswerk.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.