„Musicbanda Franui“ begeisterte beim „Fritzlarer Kultursommer“

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Musikalische Gäste aus Osttirol: „Musicbanda Franui“ eröffnen den Kultursommer vor dem Dom.

Band aus Osttirol eröffnete die „drei Events am Stück“ im Rahmen des Kultursommers Nordhessen am Fritzlarer Dom.

Fritzlar. Freud und Leid liegen oftmals dicht beieinander, diese Erfahrung musste am Donnerstag auch Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat machen. Am Mittag hatte er die schwere Aufgabe, tröstende Worte für die Hinterbliebenen der beiden verunglückten Piloten zu finden und abends am selben Ort die Eröffnung des beschwingten Kultursommers Nordhessen zu gestalten. „Schön, dass sie alle gekommen sind“, sagte er und dankte allen Helfern, die es trotz aller Umstände geschafft hätten, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Auch Intendantin Maren Matthes war voll des Lobes, statt des üblichen dreistündigen Soundchecks, hätten die Techniker nur ein Drittel der Zeit zur Verfügung gehabt und schließlich doch noch alles hinbekommen. „Sie machen ein Programm zwischen Klassik und Jungbauern-Ball“, stellte sie die „Musicbanda Franui“ aus Österreich vor, die den Auftakt für die dreitägige Veranstaltungsreihe vor dem Dom bestreiten sollte.

Fotos vom Franui-Auftritt am Fritzlarer Dom

Unter dem Begrüßungsapplaus der knapp 300 Zuschauer erklommen zehn Musiker die Bühne und verteilten sich auf die bereitstehenden Instrumente. „Wir kommen aus Oscht-Tirol“, gab Andreas Schett, der musikalische Leiter des Ensembles, erste geografische und sprachliche Einblicke in die Heimat der Gruppe. Zum Vergnügen des Publikums erklärte er unter anderem die genaue Anfahrt von Moskau nach Innervillgraten, „beim Obertaler muss man dann rechts ab“, lautete der wichtigste Hinweis.

Dann begann das außergewöhnliche Konzerterlebnis, das durch seine Mischung aus Blech- und Holzbläsern sowie Saiten- und Streichinstrumenten einen unverkennbaren Klangkörper erzeugte. „Ständchen der Dinge“ hatten sie ihren Querschnitt aus Liedern von Schubert, Brahms und Mahler genannt, die sie auf ihre ganz eigene Art interpretierten.

„Wenn man einen Trauermarsch in vierfacher Geschwindigkeit spielt, wird er zur Polka“, erläuterte Schett die unkonventionelle Herangehensweise. So war es nicht verwunderlich, dass im Programm Titel wie „Tanzfolge der entfernten Verwandtschaft aus Wien“, „Alptraum eines österreichischen Pianisten“ oder „Husch Pfusch Tusch“ vorkamen. Am Ende bedankte sich das begeisterte Auditorium mit langanhaltendem Applaus für ein tolles Musikerlebnis vor dem Dom.

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