Neuer Obmann für historische Grenzsteine

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Sandro Meyer aus Gudensberg ist neuer ehrenamtlicher Obmann für historische Grenzsteine im Raum Gudensberg und Niedenstein.

Gudensberg. Sandro Meyer aus Gudensberg ist neuer ehrenamtlicher Obmann für historische Grenzsteine im Raum Gudensberg und Niedenstein. Dem 40-Jährigen wurde kürzlich im Gudensberger Rathaus die Urkunde von Gerhard Rohde, Leiter des Amtes für Bodenmanagement Homberg/Efze, überreicht. Die Bürgermeister Frank Börner (Gudensberg) und Werner Lange (Niedenstein) gratulierten Meyer zu seiner Berufung und wünschten ihm Erfolg bei der Arbeit.

Sandro Meyer möchte den Tätigkeitsbereich des bereits seit 2012 für Gudensberg tätigen Obmanns Jürgen Preuß ergänzen und das Gebiet der Gemarkung Niedenstein erschließen. Sie wollen sich gemeinsam für die Suche nach alten, in Vergessenheit geratenen Grenzmalen und deren Dokumentation einsetzen und damit zum Schutz dieser kulturhistorisch bedeutenden Zeugen der Vergangenheit beitragen.

Darüber hinaus ist Sandro Meyer Mitglied der Archäologischen Gesellschaft in Hessen e.V. und hilft als ehrenamtlicher Mitarbeiter der "hessenARCHÄOLOGIE" bei der Suche nach Bodendenkmälern im Bereich Gudensberg, Obervorschütz und Werkel. Er ist derzeit dabei, die Website "www.terra-historica.net" aufzubauen, die der interessierten Öffentlichkeit archäologische und ausgewählte heimatgeschichtliche Themen zugänglich machen soll. "Druckreife Beiträge" sind dort stets willkommen.

Angeregt durch den Zufallsfund eines etwa 250 kg schweren Steinfragments bei einem Spaziergang auf dem Panoramaweg am Odenberg und einem Beitrag darüber im Chattengau Kurier vom 31. Juli 2014, beschlossen die beiden Obleute, die Bedeutung des Bruchstücks genauer zu ergründen. Der "KLV 1841-Stein" hat eine spannende, weit über Gudensberg hinaus reichende Geschichte. Über die Ergebnisse der Untersuchungen, die mit Unterstützung des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation in Wiesbaden erfolgt sind, wollen Preuß und Meyer demnächst informieren.

Sandro Meyer wohnt seit sechs Jahren in Gudensberg und stammt aus der "Goldenen Aue", einer flachen Flusslandschaft der Helme, am Südrand des Harzes zwischen Nordhausen und dem Kyffhäusergebirge. Hier, im Grenzgebiet von Thüringen und Sachsen-Anhalt, engagierte er sich im Heimat- und Geschichtsverein "Goldene Aue" e.V. für die Erforschung und Erhaltung historischer Landes- und Gemarkungsgrenzsteine.

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