„Tag der Bundeswehr“ wird Event der Superlative

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Bis zu 100.000 Besucher werden zum „Tag der Bundeswehr“ in Fritzlar erwartet. Autobahn A49 wird gesperrt und zum Parkplatz umfunktioniert,

Fritzlar. Das wird ein Event der Superlative: Der Tag der Bundeswehr am 13. Juni in Fritzlar. Für ein Superlativ werden die Besucher sorgen. "Wir rechnen mit bis zu 100.000 Gästen", sagt Oberst Andreas Brendel, Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36 in Fritzlar. Die Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar, in der das Kampfhubschrauberregiment 36 stationiert ist, ist einer von 15 Standorten, an denen das Bundesverteidigungsministerium den Tag der Bundeswehr veranstaltet – und hessenweit der einzige.

Für das nächste Superlativ steht der logistische Aufwand, den die Macher des Tags der Bundeswehr betreiben müssen, um dieses Ereignis über die Bühne zu bringen. "Und in diesem Zusammenhang höre oder lese ich immer wieder ‘das wird generalstabsmäßig geplant’. Dazu mal ein Satz: Wir sind keine Generalstäbler, wir sind Truppenoffiziere", sagt Oberstleutnant Marco Nill, der als Projektoffizier federführend für die Organisation des Mega-Events zuständig ist. "Das was wir hier machen, ist in diesem Fall Pionierarbeit. Wir begeben uns auf organisatorisches Neuland. Und können nur versuchen, den erwarteten Besucheransturm so reibungslos und konfliktfrei wie möglich zu bewältigen."

Womit wir schon beim nächsten Superlativ wären: Für den Tag der Bundeswehr wird temporär der vermutlich längste Parkplatz der Welt entstehen. Um für die Automassen, die an diesem Tag in Richtung Fritzlar rollen, Parkraum zu schaffen, wird die A 49 zwischen den Anschlussstellen Gudensberg und Neuental auf einer Länge von rund 34 Kilometern gesperrt. Dafür hat Hessen Mobil seinen Segen gegeben – allerdings unter Auflagen. Eine davon ist, dass die Bundeswehr einen Spezialisten mit ins Boot holt, der den ‘Parkplatz Autobahn’ plant.

Das ist der Marburger Ingenieur Thorsten Rupp. Und der sagt: "Ziel ist es nicht, Verkehrsbehinderungen gänzlich zu vermeiden. Das wird nicht möglich sein. Ziel ist es, die Behinderungen so weit wie möglich nach unten zu fahren." Geplant ist, dass die Autos in Längsrichtung parken. Rupp: "Sonst müsste rückwärts ausgeparkt werden, das geht nicht." Die ersten Besucher, die kommen, sollen bis zur Anschlussstelle Neuental fahren und dort parken. Dann wird der Parkplatz-A49 von Neuental an in Richtung Gudensberg rückwärts aufgefüllt. Alle 250 Meter werden Haltestellen aufgebaut, von denen die Besucher dann mit Shuttlebussen zum Kasernengelände gefahren werden.

Bei der Bewältigung des Besucherstroms hilft auch der NVV. Beispielsweise mit der Verdopplung des Taktes der Regionalbahn zwischen Wabern und Fritzlar sowie mit zusätzlichen Bussen. Die Federführung bei der Organisation an diesem Tag hat allerdings die Polizei in Homberg. Deren Pressesprecher Markus Brettschneider bat angesichts dessen, dass die A 49 an diesem Tag nicht für den Verkehr zur Verfügung steht darum, sich rechtzeitig über die Umleitungstrecken zu informieren und den Verkehrsfunk zu hören. Brettschneider: "Und an diesem Tag mal bitte nicht aufs ‘Navi’ hören." Den Plan mit den Umleitungsstrecken gibt’s auf www.lokalo24.de.

Wie die Umleitungen verlaufen und wo Sie parken können, sehen Sie Klicken Sie HIER

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