Donauwalzer an der Efze

15. Neujahrskonzert der VR-Bank Schwalm-EderVon CHRISTIAN UTPATELHomberg. Es war ein furioser Parforceritt durch die Welt des Wiener Walzers: Br

15. Neujahrskonzert der VR-Bank Schwalm-Eder

Von CHRISTIAN UTPATEL

Homberg. Es war ein furioser Parforceritt durch die Welt des Wiener Walzers: Brahms, Strau und Lehr standen auf dem Programm, als die VR-Bank Schwalm-Eder am vergangenen Sonntag zum Neujahrskonzert in die Homberger Stadthalle geladen hatte. Zu Gast die Ungarische Kammerphilharmonie unter der Leitung ihres Grnders Antal Barns. Mehr als zwei Stunden spielten die Musikerinnen und Musiker, die sich aus den besten Orchestern Budapests zusammenfinden, um jeweils zur Jahreswende auf Tournee zu gehen. Souvern und voller Energie fllte ihre Musik den Jugendstil-Saal, mit ihrem vollen Klang und der nuancierten Rhythmik weit entfernt vom plumpen Walzerspiel mancher Musikkapelle. Es war zu spren, wie den Ungarn die Musik der groen Zeit des Walzers im 19. Jahrhundert im Blut steckte. Begleitet wurden sie von der Wiener Sopranistin Brigitta Karwautz. Karwautz, gerade von einer vierwchigen Tournee durch Mexiko zurck, entzckte das Publikum mit ihrem Charme und ihrer hohen Koloratur. Durch den Abend fhrte der Schauspieler Rolf Baerwald, der mit mancher Anekdote die Welt der Musik ffnete.

Trotz mancher Krise

Karl-Heinz Grser, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, freute sich dann auch, dass seine Bank bereits zum 15. Mal ein solches Konzert ausrichten konnte. In einem kurzen Jahresrckblick zog er Bilanz ber die Ereignisse des letzten Jahres. Trotz mancher weltweiter Krise stnde seine Bank gut da, weil sie, so Grser, fr ihre Mitglieder und die Region da ist. Grser nutzte die Gelegenheit, um den Erls des Konzertes, den die VR-Bank noch verdoppelt hatte, an die Kampagne Kinder fr Nordhessen zu bergeben. Deren Leiter, Harold Grnke vom Dierichs-Verlag aus Kassel, bedankte sich fr die Untersttzung. Kinder fr Nordhessen wolle dazu beitragen, Probleme wie Bewegungsarmut und schlechte Ernhrung zu bekmpfen. Dies geschehe durchaus aus Eigennutz: So halten wir die Region vital und zukunftsfhig fr uns alle, so Grnke.

Walzer aller Walzer

Das begeisterte Publikum gab am Ende des Konzertes stehende Ovationen. Auf eine Zugabe von Schostakowitsch war das Orchester noch vorbereitet. Als aber der Applaus nicht enden wollte, kam noch mal Brigitta Karwautz zum Zuge mit Mein Herr Marquis aus der Fledermaus. Zuvor hatte das Orchester An der schnen blauen Donau musiziert. Es war der grte Erfolg von Johann Strau, der ihn 1867 fr den Wiener Mnnergesang-Verein komponiert hatte. Dessen jetziger Chorleiter ist ebenfalls Antal Barns, der Dirigent der Ungarischen Kammerphilharmonie. Wer also, wenn nicht er, knnte heutzutage diesen Walzer aller Walzer am besten dirigieren? Und so wippten die Zuhrer im Takt des Donauwalzers nach einem Ereignis ersten Ranges in der Stadt am Efzestrand.

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