Ehrenurkunde für Ostheim

Feste soll man feiernVon REINHOLD HOCKEFeste soll man feiern, wie sie fallen. Nach Recherchen des Hessischen Staatsarchivs Marburg htte di

Feste soll man feiern

Von REINHOLD HOCKE

Feste soll man feiern, wie sie fallen. Nach Recherchen des Hessischen Staatsarchivs Marburg htte die Hochlandgemeinde Ostheim das 850. Jubilum der urkundlichen Ersterwhnung bereits im Jahre 2009 feiern knnen. Doch zu dem Zeitpunkt war Ostheim im Rahmen des hessischen Dorferneuerungsprogramms am Anfang umfangreicher Renovierungsarbeiten. Feiern kann man nicht auf einer Baustelle, sagten sich die Kohlkippen. Der Ortsbeirat einigte sich in A

bstimmung mit Gemeinde, Kreis und Land Hessen auf die Jubilumsfeier im Jahre 2012.

Die hessische Landesregierung nutzte die gesetzlichen und verfahrensrechtlichen Spielrume, um auch Ostheim in den Genuss einer Ehrung zu bringen, die bereits 103 hessischen Gemeinden zugekommen ist. So bergab Regierungsprsident Dr. Walter Lbcke am Freitag, 1. Oktober, whrend einer Feierstunde im Ostheimer Dorfgemeinschaftshaus die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde an die Gemeinde.

Der Name Freiherr vom Stein steht fr Leistungen in der kommunalen Selbstverwaltung. Als Empfnger dieser Ehrungen kommen Gemeinden und Stdte in Frage, die auf ein mindestens 750-jhriges Bestehen zurckblicken und das historische Ereignis im festlichen Rahmen begehen, heit es im Internetauftritt des Hessischen Ministeriums des Inneren und Sports.

Die Basis: Vertrauen und Verlsslichkeit

Der Regierungsprsident lobte

die Leistungen der Gemeinde Ostheim. Als Standortvorteil fr Nordhessen nannte er unter anderem die Verlsslichkeit der hier lebenden Menschen. Sich aufeinander verlassen knnen, mitgestalten, nicht nur meckern und alles besser wissen das mache die Vorteile der lndlichen Gemeinden aus. Gegenseitiges Vertrauen und Verlsslichkeit seien das Fundament groer Zukunftschancen fr Nordhessen. Deshalb sei ihm vor der demografischen Entwicklung nicht bange, meinte Lbcke. Ostheim habe das Potential, eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten.

Vor der Verleihung erluterte Renate Entzeroth in einer abwechslungsreichen Prsentation die wesentlichen Stationen der geschichtlichen Entwicklung ihres Dorfes. Jochen Ackermann

ergnzte als Vorsitzender der Ostheimer Kohlkippen, was sich der zur Vorbereitung des Jubilums gegrndete Verein vorgenommen hat. Die Kohlkippen nutzen die Ehrung als frmlichen Start fr die Vorbereitungen. Das groe Fest soll vom 31. August bis zum 2. September 2012 steigen, schloss Ackermann.

Brgermeister Vaupel erluterte die Infrastrukturmanahmen, die bis zum Jubilum abgeschlossen sein sollten. Er versprach, dass alle Baumanahmen pnktlich zum Fest abgeschlossen sein werden, bat allerdings um Verstndnis, dass die Sipperhuser Strae erst in 2013 erneuert werde. Hierfr habe er eine schriftliche Zusage des Landes.

Gemeindevorstand fhr

t persnlich durch Abend

Pfarrerin Gudrun Ostheim nannte als Grundlage einer funktionieren Dorfgemeinschaft gegenseitigen Respekt und Achtung voreinander, Aufmerksamkeit freinander und einen wrdigen und ehrlichen Umgang miteinander. Der kleine Chor Ostheim besang diese Gedanken mit dem Lied Schau den Menschen nur in ihre Augen.

Durch den Abend fhrte Gemeindevorstand Jrgen Rse.

Den musikalischen Rahmen gaben die Knllwaldmusikanten. Nach dem offiziellen Teil genossen die 120 Gste den reichhaltigen Imbiss.

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