Empfang unter Kuppeln

Von JOCHEN SCHNEIDERWabern. Der Vorsitzende von bundesweit 30.000 Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat ist Rheinlnder,

Von JOCHEN SCHNEIDER

Wabern. Der Vorsitzende von bundesweit 30.000 Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat ist Rheinlnder, hat ber die 68-er-Bewegung und fernstliche Lehren in Reisen der Sinnsuche zum Reform-Islam gefunden. Und im Waberner Brgermeister Gnter Jung fand Abdullah Uwe Wagishuser einen christlichen Frsprecher, der am Sonntag, 1. Juni, aus der deutschen Verfassung zitierte wie manch andere aus religisen Schriften.

Frieden in Bibel und Koran

Verstndigung, Toleranz und Frieden stiftende Inhalte von Bibel und Koran bestimmten den Empfang der Ahmadis in ihrer neuen Bait-ul-Muqiet-Moschee am Waberner Trischweg. Auch der Waberner Pfarrer, Dr. Jochen Gerlach, schrieb es Brgermeister Jung zu, dass es nicht wie etwa in Schlchtern oder Berlin Streit um und Widerstand gegen die Moschee gegeben hat. Zwar wre es laut Dr. Gerlach einerseits in islamischen Lndern nicht mglich, eine Kirche zu bauen , andererseits seien die Ahmadis in ihrer Heimat Pakistan selbst von Islamisten verfolgt.

50 Ehrengste im neuen Gotteshaus

Die muslimische Gruppierung wolle keine Zwangsmissionierung Andersglubiger, trete fr die Trennung von Staat und Kirche sowie Gleichberechtigung von Mann und Frau ein, hatte Moderator und Pressesprecher Abdur Rafik Ahmad vor etwa 50 Ehrengsten im neuen Gotteshaus betont.

Ungebrannter Lehm, begrnte Kuppeln

Und der Architekt, Prof. Gernot Minke aus Kassel, legte viel Wert auf die weltweit einzigartige Verbindung zwischen ungebrannten Lehmsteinen und begrnten Kuppeln in diesem kologisch-sakralen Bauwerk. Es sei mit nur neun Metern allerdings auch das niedrigste Minarett der Welt. Prof. Minke bat, die Beschrnkung auf neun Meter zu berdenken. Und er sagte: Mge dieses Haus ein Symbol des Friedens und der Toleranz sein.

Ein mrchenhafter Vergleich

MdB Gerd Hfer hatte mit merklich bebender Stimme ebenfalls seine Untersttzung Ausdruck verliehen. Er berichtete von verwunderten Blicken, die er in Berlin geerntet habe, als er im Verteidigungsausschuss aus Erkenntnissen seines Germanistik-Studiums erzhlt habe: Zum einen sei in Grimms Mrchen einiges aus 1001 Nacht geklaut, zum anderen beinhalte das orientalische Original wesentlich weniger bedrohliche Elemente als die deutsche Mrchenwelt.

Allen Moslems offen

Die Moschee stehe allen Moslems offen, die darin keine Gewaltaktionen planen wollen, betonte Ahmadiyya-Vorsitzender Wagishauser. Und gegenber unserer Zeitung erklrte er, die Praxis sei hnlich wie in christlichen Konfessionen: Ein jeder besucht die Kirche, in die er gehrt.

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