Epilepsie – na und?

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Treysa. Epilepsie – eine Krankheit im Spannungsfeld der Vorurteile. Jetzt will einen Selbsthilfegruppe für alle Beteiligten "reinen Tisch" machen.

Treysa. Nüchtern betrachtet: Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Nervensystems. In einzelnen Hirnregionen oder auch im gesamten Gehirn tritt eine übersteigerte Hirnaktivität mit zerebralen Krampfanfällen auf.

Leider ist die Krankheit in der Öffentlichkeit immer noch ein Tabu­thema. Sie geht einher mit Scham und Angst vor Ausgrenzung. Vorurteile und Unwissenheit belasten stärker als die Krankheit selbst. Dem will die Selbsthilfegruppe  nun etwas entgegensetzen: "Es wichtig, ins Gespräch zu kommen und Vorurteile abzubauen," betont Bettina Dönges. Sie ist selbst betroffen und hat in Treysa eine vom DRK Ortsverein unterstützte Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.

Inzwischen treffen sich jeden 4. Samstag im Monat zehn Teilnehmer im Alter von 20 bis 70 Jahren im Vortragsraum in der Hephata-Klinik. Da die meisten nicht lange genug anfallfrei sind, um ohne Begleitung Auto zu fahren, holt Ehemann Kurt Dönges diejenigen ab, die nicht Dritten zum Treffen gebracht werden können. Für jedes Treffen bereitet Bettina Dönges ein Thema vor, alternativ dürfen die Teilnehmer auch eigene Anliegen thematisieren. Oft geht es um Familiengründung, Schwangerschaft, Arbeitssuche oder Partnerschaft. "Wir wollen lernen, mit der Krankheit zu leben und uns gegenseitig stützen, stärken und helfen", sagt Dönges. "Wir tauschen unsere Erfahrungen aus, wissen aber doch, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss."

Zu erreichen ist Bettina Dönges unter Tel.: 06691 / 22624.

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