Europa wählen gehen

Von RAIMUND SCHESSWENDTERMalsfeld. Prominenten Besuch hatte Seniorenunion am Freitag. Ihr Gast: Oda Scheibelhuber auf Wahlkampftour. Scheibelhuber ist

Von RAIMUND SCHESSWENDTER

Malsfeld. Prominenten Besuch hatte Seniorenunion am Freitag. Ihr Gast: Oda Scheibelhuber auf Wahlkampftour. Scheibelhuber ist in der Region keine Unbekannte. Sie war bis 2003 als Regierungsprsidentin in Kassel ttig. Auerdem fhrte sie drei Jahre lang Fulda als Brgermeisterin. Zuletzt war sie im Hessischen Innenministerium Staatssekretrin.

Region vertreten

Jetzt mchte die 58-jhrige die Region im Europischen Parlament vertreten. Um fr ihre Wahl zu werben, kam sie nach Malsfeld. Auch der Staatssekretr des Ministeriums fr Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mark Weinmeister lies sich zu der Veranstaltung blicken. Dort sprach Oberst a.D. Hans Joachim Feih, Vorsitzender der Seniorenunion, die einleitenden Worte. Er erinnerte daran, wie er 1954 mit dem Rucksack nach England getrampt sei, mit dem E auf dem Packstck. Damit leitete er ber zur Europischen Idee, mit der Deutschland zu Bedeutung zurckgekommen sei. Er zeigte sich stolz angesichts der fhrende Rolle, die Deutschland bei der Gestaltung Europas einnehme. Europa ist fr uns alle eine Gnade sagte der Vorsitzende.

Europawahl wichtiger als Bundestagswahl

Mark Weinmeister betonte, dass es fatal sei, dass die Europawahl nicht im Fokus des ffentlichen Interesses ist. Schlielich, meinte er, sei die Europawahl viel wichtiger, als die Bundestagswahl. Als Beispiel nahm er etwas aus dem Bereich seines Ministeriums: Die Ernhrung. Was angeboten werde und wie es gekennzeichnet sein msse, all das sei von der Europischen Union vorgegeben, sagte der Staatsekretr. Ganz viele Felder des tglichen Gebrauchs werden von der EU bestimmt, klrte er die etwa 40 Anwesenden auf.

Gegen Zentralismus und berregulierung

Scheibelhuber selbst hielt ein Pladoyer fr die Europawahl. Als Grund gab sie an, dass nach einer Studie des Bundesjustizministeriums 84 Prozent der Gesetzgebung aus Brssel kme und nur 16 Prozent vom Bund. Sie versprach sich gegen Zentralismus und berregulierung zu stemmen und fr Hessen zu kmpfen. Die BRD stellte sie als grten Nutznieer der Europische Union dar. Zwei Drittel, so die Kandidatin, der deutschen Exportwaren gehen in den europischen Binnenmarkt. Damit ist Deutschland der grte Profiteur der Europischen Union. Wir verdienen mehr damit, als jedes andere Land, so Scheibelhuber. Sie lobte auerdem die Transparenz des EU-Parlaments, bei dem alle Fraktions- und Ausschussitzungne ffentlich sind.

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