Fertiggerichte haben Hausverbot

Guxhagen. Wäre die Geschichte nicht wahr, sie müsste glatt erfunden werden. Erzählt wurde sie von Johannes Witt, Prokurist der Firma Euro Rastpark,

Guxhagen. Wäre die Geschichte nicht wahr, sie müsste glatt erfunden werden. Erzählt wurde sie von Johannes Witt, Prokurist der Firma Euro Rastpark, bei der Eröffnung des Gasthauses "Zum Brunkelsberg" an der A7 bei Guxhagen: Witt saß auf Geschäftsreise eines abends in einem Lokal und hörte zufällig ein Gespräch am Nachbartisch. Dort unterhielt

sich ein ihm unbekannter Mann über seine Idee für ein gutes Restaurant. Just zu dieser Zeit suchte Euro Rastpark einen neuen Pächter für die von der Insolventen LOMO übernommene Autobahnraststätte. Da ihm die Ideen des Mannes gefielen, nahm Witt kurzerhand die vor ihm liegende Speisekarte und schrieb auf die Rückseite. "Möchten Sie Verantwortung und ihr eigener Chef sein?" Dann übergab er sie dem Mann am Nachbartisch.

Speisekarte als Erinnerung

Eben jener Tischnachbar war Steffen Fischer, und heute ist er der Pächter der Rastanlage. "Der nutzte die Feierlichkeiten, um Witt die inzwischen gerahmte Speisekarte als Erinnerung an den Beginn ihrer Geschäftsbeziehung zu überreichen. "Fertiggerichte haben hier Hausverbot", verriet der gelernte Koch schmunzelnd sein Credo, das bei Euro Rastpark überzeugte. Stattdessen wird am Brunkelsberg für die täglich frische Küche jetzt ausschließlich bei regionalen Lieferanten eingekauft. Für den Rastpark-Betreiber war die Einbeziehung des alteingesessenen Gasthauses ein ganz neues Modell. "Normalerweise bauen wir neu", so Witt, zumal der bestehende Bau eine "ziemlich alte Hütte" gewesen sei. Doch

schließlich überzeugte der Standort alle Beteiligten über 600.000 Euro zu investieren.

Lob von der Politik

Lob dafür gab’s auch von der Politik: Als "beeindruckend" bezeichnete Landrat Frank-Martin Neupärtl was an der A7 geschaffen wurde und lobte das Konzept mit regionalen Produkten zu arbeiten und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten. Dem schloss sich auch Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik an. "Ein Gasthaus gehört zur Gemeinde wie das Rathaus und die Kirche", betonte er. Zumal hier "ein neuer Geist wehe". Durch den habe das Gasthaus nicht nur Trucker und Reisende als Kunden gewinnen können, sondern auch viele Menschen aus der Umgebung. Und einen kenne er besonders gut. Denn so Slawik: "Ich selbst werde in Zukunft gerne bei ihnen einkehren.

(atb)

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