Feuersteins hautnah: Steinzeitausstellung in Edermünde

+
Auf Du und Du mit der Steinzeit: Alana und Clarissa Verheijen (r) aus Wichdorf auf Tuchfuehlung mit den Urahnen.

Von DR. SVEN HILBERTEdermünde. Viele Funde aus der Steinzeit belegen, dass der Chattengau eigentlich schon immer ein beliebtes Siedlungsgebiet war. W

Von DR. SVEN HILBERT

Edermünde. Viele Funde aus der Steinzeit belegen, dass der Chattengau eigentlich schon immer ein beliebtes Siedlungsgebiet war. Wer wissen möchte, wie unsere Ur-Urahnen inmitten der von zahlreichen Basaltkuppen durchzogenen Landschaft lebten, der kann in Edermünde seinen Wissensdurst löschen.

Der Verein "Kultur und Geschichte Holzhausen/Hahn" hat im dortigen Dorfmuseum unter dem Titel "Steinzeit im Chattengau" eine ebenso beeindruckende wie lehrreiche Sonderausstellung in Szene gesetzt.

"Ich habe ein Arbeitsteam von von acht Leuten, die voll dahinter stehen. Bestimmt 600 Stunden hat der ganze Aufbau gedauert", erzählt der Verinsvorsitzende Wilfried Mihr. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Ob Gefäße, Werkzeuge, Schaber oder Klingen: Vieles, was Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer vor 7.000 Jahren zum (Über-)Leben brauchten, gibt es zu bestaunen.

"Die Hauptleihgaben kommen von der Stadt Gudensberg", berichtet Mihr über einen echten Hingucker der Ausstellung: Skelette aus der Jungsteinzeit. 2007 wurden sie bei Ausgrabungen in der Nähe der Schloßbergstadt entdeckt. Es sind die sterblichen Überreste eines Menschenschlages, den wir heute Bandkeramiker nennen, weil ihr Gefäße bandförmige Verzierungen aufweisen.

Wie unsere Vorfahren in ihrer natürlichen Umgebung aussahen, darüber gibt ein Diorama aus der kundigen hand von Wolfgang Schütz eine detaillierte Auskunft. Die verwendete Kleidung stammt übrigens aus der Fernsehserie "Steinzeit – Das Experiment", die 2007 in der ARD zu sehen war.

"Im Chattengau muß es wohl so gewesen sein, dass das Leben hier angenehm war, vor allem von der Bodenbeschaffenheit her", so Mihr. Immerhin hat die Region neben der Magdeburger Börde die fruchtbarsten Böden in Deutschland.

Am Sonntag, dem 15. Januar 2012 soll die Ausstellung von 14-17 Uhr noch einmal ihre Pforten öffnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Turnmutter Hahn: Neukirchenerin ist seit 50 Jahren Übungsleiterin und mit 83 Jahren noch topfit

Auch mit 83 Jahren hängt Dorothea „Dody” Hahn die Turnschläppchen noch lange nicht an den Nagel. Die Neukirchenerin ist seit 50 Jahren Abteilungsleiterin der Gerätturner …
Turnmutter Hahn: Neukirchenerin ist seit 50 Jahren Übungsleiterin und mit 83 Jahren noch topfit

Beim Zigaretten holen unter wegrollendes Auto geraten: 33-Jährige in Neuenbrunslar schwer verletzt

Im Felsberger Stadtteil Neuenbrunslar wurde heute Morgen eine 33-jährige Frau von ihrem eigenen Auto erfasst und blieb darunter liegen. Sie wurde dabei schwer verletzt.
Beim Zigaretten holen unter wegrollendes Auto geraten: 33-Jährige in Neuenbrunslar schwer verletzt

Treysa: Mann schlägt Frau im Zug - Polizei lässt ihn wieder frei

Ein wohnsitzloser Mann hat am Sonntag einer Frau im Zug ins Gesicht geschlagen. Der Täter wurde festgenommen - und schließlich wieder freigelassen.
Treysa: Mann schlägt Frau im Zug - Polizei lässt ihn wieder frei

Hinweistelefon in Homberg für Infos zur "falschen Ärztin" nur noch eingeschränkt eingerichtet

Fall der "falschen Ärztin": AG "Medicus"-Hinweistelefon nur noch wochentags von 10 bis 15 Uhr erreichbar.
Hinweistelefon in Homberg für Infos zur "falschen Ärztin" nur noch eingeschränkt eingerichtet

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.