Feuerwehr warnt: Dünnes Eis birgt große Gefahren!

+

Schwalm-Eder. Kreisbrandinspektor Werner Bähr sieht besonders Kinder in Gefahr und gibt wertvolle Tipps.

Schwalm-Eder. Der Kreisbrandinspektor des Schwalm-Eder-Kreises, Werner Bähr, warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: "Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen noch zu dünn; es droht Einbruchgefahr", erklärt er. Auch der Frost der vergangenen Tage garantiere nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist. "Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen", mahnt Bähr. Besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten.

Für den sicheren Ausflug sollten einige Tipps der Feuerwehren beachtet werden:

• Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.

• Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis – bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe holen kann.

• Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).

• Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe oder organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt! Vor allem bei unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer markanten Wegkreuzung die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.

• Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr!

im Unglücksfall:

• Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

• Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus wagen.

• Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.

• Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als "Hausmittel" mit Schnee abreiben.

• Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Unbekannte beschädigen Toilettenanlage in Neukirchen

Der Magistrat der Stadt Neukirchen hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.
Unbekannte beschädigen Toilettenanlage in Neukirchen

Der Bedarf ist hoch: Kreis sucht Pflegefamilien – Ehepaar berichtet über Erfahrungen aus 24 Jahren

Wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist, nimmt das Jugendamt es in seine Obhut und vermittelt das Kind an Pflegefamilien. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die neben …
Der Bedarf ist hoch: Kreis sucht Pflegefamilien – Ehepaar berichtet über Erfahrungen aus 24 Jahren

Schwarzer VW Tiguan in Felsberg zerkratzt – 3.800 Euro Schaden

3.800 Euro Schaden verursachten unbekannte Täter in der Nacht von Sonntag auf Montag in Felsberg. Sie zerkratzten eine VW Tiguan, der in der Unteren Birkenallee stand.
Schwarzer VW Tiguan in Felsberg zerkratzt – 3.800 Euro Schaden

Hospital: Am 1. Oktober wird Gefäßchirurgisches Zentrum eröffnet

Fritzlarer Krankenhaus investiert in die Zukunft – neue Technik (Angio-Suite) und neues Team für die Gefäßchirurgie
Hospital: Am 1. Oktober wird Gefäßchirurgisches Zentrum eröffnet

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.