Filmvergnügen auf vier Rädern - Autokino in Treysa erfreute sich großen Zuspruchs

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Komm wir fahr'n ins Kino: Maria Hoos zeigt das große und gut sichtbare Ticket.

Da dürften sich so einige an alte Tage erinnert gefühlt haben. Weil das normale Kino wegen der Corona-Pandemie noch geschlossen hat, verwandelte Burgtheater-Betreiber Peter Unger in Kooperation mit der Stadt Schwalmstadt und der Schwalm-Touristik den Parkplatz am Haaße-Hügel in ein Autokino.

Schwalmstadt. In den 80er Jahren hing an vielen deutschen Lichtspielhäusern der Slogan „Komm wir geh‘n ins Kino“. Mit Beginn der Corona-Krise mussten erst einmal sämtliche Filmhäuser schließen, doch nun erwacht der Betrieb wieder zum Leben – ganz zur Freude der Cineasten. Zum Auftakt in Treysa hieß es zunächst allerdings, „Komm wir fahr‘n ins Kino“, denn in Kooperation mit der Stadt Schwalmstadt und der Schwalm-Touristik hatte Burgtheater-Betreiber Peter Unger ein besonderes Event auf die Beine gestellt: Autokino auf dem Haaße-Hügel.

Seine Frau Rosie kontrollierte am Freitagabend die Tickets für „Die Känguru-Chroniken“ und dann zeigten fleißige Helfer den Weg auf die richtige Parkposition. Kleinwagen durften ganz nach vorne, VW-Busse und andere Vans bekamen weiter hinten oder an den Seiten ihren Platz, damit jeder gute Sicht auf die zehn mal fünf Meter große Leinwand hatte. Stefan Sonnekalb aus Rommershausen und sein Patenkind gehörten zu den Ersten, ihnen folgten noch gut hundert weitere Autos. „Habt ihr schon den richtigen Sender gefunden?“, lautete die häufige Frage, denn der Ton für das Filmvergnügen auf vier Rädern kam aus dem eigenen Autoradio.

Da es aus hygienischen Gründen keinen Verkauf von Essen und Trinken gab, hatten die meisten auf Eigenversorgung umgestellt. Flaschenbier, Limo und das eine oder andere „Piccolöchen“ wurden ausgepackt – was aber auf keinen Fall fehlen durfte, war das obligatorische Popcorn. Gerd Itzenhäuser reichte eine große Schüssel durch seine Fahrgemeinschaft und Axel Drescher hatte gleich drei Tüten mit der goldgelben Leckerei mitgebracht. Anderswo setzte man auf Herzhaftes, Maren Vestweber und Tochter Maria etwa genossen das „Chipsgekrümel“ im Fahrzeugfond. „Das Areal bietet eine echt kuschelige Atmosphäre“, zeigte sich Jürgen Conrad begeistert über den von Bäumen umsäumten Parkplatz und Martin Bick fragte, „bedurfte es denn wirklich erst einer solchen Krisensituation, um hier ein Autokino zu installieren“.

Zwei der drei Vorstellungen waren restlos ausverkauft, „wir hätten nicht gedacht, dass die Resonanz so groß wird“, sagte Jochen Böttger von der Stadt. „Es war ein großer Aufwand, aber er hat sich gelohnt“, zeigte sich Peter Unger sehr zufrieden mit der Veranstaltung und freute sich nun darauf, in Kürze auch das Burgtheater wieder öffnen zu können.

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