Floßrennen auf dem See

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Neuenhain. Das THW Schwalmstadt unterstützt das Jungscharfreizeit

Neuenhain. Fünf große Fässer, sieben Holzstangen und viele Seile — mehr braucht man nicht für ein tragfähiges Floß. 14 Jungen, im Alter zwischen neun und elf Jahren, verbrachten mit ihren Betreuern fünf abenteuerliche Tage am Neuenhainer See. Am Mittwoch war das Tagesthema "Antike" und was stand da näher, als eine Seeschlacht der Römer oder Griechen nachzustellen.

Jugendbetreuer Michael Krüger vom THW Schwalmstadt brachte am Vormittag ein Dutzend leere Kunststofffässer an den See und sofort ging "Ingenieure" an den Bau der Wasserfahrzeuge. Zwei Gruppen zimmerten je ein Floß, damit es am Ende auch ein echtes Wettrennen geben konnte. Zuerst schwärmten die Jungs aus und suchten im umliegenden Wald nach Holzstangen, um die Schwimmkörper miteinander zu verbinden.

Starke Konstruktionen

Im "Trockendock" galt es anschließend eine Konstruktion zu entwickeln, die jeweils sieben Hobby-Seefahrer tragen konnte. Floßbauer Ole knotete das erste Seil mit einem Mastwurf an das Holz und verband mittels Kreuzbund zwei Stangen miteinander. Als Mitglied in der THW-Jugend brachte er ideale Vorkenntnisse mit und auch sein Freund Philipp nutzte sein Wissen aus der Jugendfeuerwehr.

Nach und nach entstanden zwei ähnlich aussehende Wasserfahrzeuge, deren Bewährungsprobe nach dem Mittagessen auf dem Programm stand.

Auf hoher See

Gestärkt mit feurigem Chili con Carne schleppten die beiden Teams ihre Flöße in Richtung Seeufer, doch beim holprigen Transport zeigten sich erste Schwächen einzelner Verbindungen.

Vor dem Stapellauf wurden nochmal alle Knoten nachgezogen und dann wurde es ernst. Rettungswesten an, vorsichtig die schaukelnde Behelfsfähre besteigen und hoffen, dass sie schwimmt. Jugenddiakon Sven Wagner gab das Startkommando und die Regatta begann.

Sprung in den Untergang

Während das Floß von Linus, Marvin und Co. zielstrebig den vorgegebenen Punkt am anderen Ufer ansteuerte, tat sich das zweite Team etwas schwer mit der Kursfindung. An der Wendemarke sprang der erste Matrose vom vermeintlichen Siegerteam mit zu viel Elan von Bord und das filigrane Konstrukt zerfiel binnen weniger Augenblicke in seine Einzelteile. Schnell retteten sich die Schiffbrüchigen an Land und mussten mit ansehen, wie die zweite Mannschaft den Sieg einfuhr.

Die Wrackteile wurden zum Teil vom Rettungskajak zurückgebracht, den Rest schleppten die unfreiwilligen Landratten auf dem Fußmarsch.

Den Nachmittag verbrachten die Jungs mit Kanufahren oder Baden in dem noch recht kühlen Gewässer. Mit "Carlchens Hütte" hatten die Organisatoren vom Treysaer Jugendhaus "Arche" eine ideale Unterkunft direkt am See gefunden, von wo aus man viele spannende Aktionen starten konnte.

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