Fokus auf die Kulturen - Treysaer Schülerin nimmt am Wettbewerb um den History-Award 2011 teil

Treysa. Das Informationszeitalter wird von den Begriffen Globalisierung, Integration und Migration geprägt. Morgen landet der Besuch aus Brasilien. D

Treysa. Das Informationszeitalter wird von den Begriffen Globalisierung, Integration und Migration geprägt. Morgen landet der Besuch aus Brasilien. Der Sommerurlaub auf der anderen Seite der Welt ist gebucht und das Abendessen  liefert der italienische Pizzaservice – bestellt übers Internet. Die Globalisierung öffnet Türen in eine Welt voller Möglichkeiten. Menschen unterschiedlichster Herkunft vereinigen sich. Aber wer oder was sind nun Migranten, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen? Dieser Frage ist Ilona Kurz aus Treysa auf den Grund gegangen. Unter dem Titel "Beyond Borders" (Über die Grenzen) hat die 19-jährige Schülerin am Schwalmgymnasium eine halbstündigen Filmdokumentation in Eigenregie gedreht.Mit dem Beitrag nimmt sie am History-Award des deutschsprachigen Geschichtssenders "History" teil. Der Film ist im Internet unter www.history-award.de zu sehen. Dort gibt es auch ein Online-Voting, wo noch bis Samstag, 30. April, für den Beitrag der Treysaer Schülerin gestimmt werden kann. Der Gewinner wird am Mittwoch, 11. Mai, in München gekürt. Dr. Auma Obama, Schwester des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, wird dann den History-Award überreichen.Für die Dokumentation hat sich Kurz, die schon seit Jahren leidenschaftlich gern Kurzfilme dreht, zwei Menschen mit Migrations­hintergrund ausgesucht und sich ihre Lebensgeschichte erzählen lassen.Da ist zum einen die 29-jährige Südkoreanerin Ji Hyun Park. Sie hat bereits in sechs verschiedenen Ländern gelebt und ist seit 1997 in Deutschland. Sie studiert an der Darmstädter Universität und erzählt von ihren Erfahrungen, sich immer wieder auf neue Kulturen, Länder und Sitten einstellen zu müssen. Die andere Person ist Renate Wiegratz. Die 44-Jährige ist Sportlehrerin an der Carl-Bantzer-Schule. Ihre tschechische  Heimatstadt Schönberg hat sie früh verlassen und einige Zeit in Griechenland gelebt. In Deutschland hat sie letztendlich ihre neue Heimat gefunden.Kulturelle Bereicherung

"Ich habe zwei Menschen mit Migrationshintergrund getroffen, die mir einen interessanten Einblick in ihre Leben gewährt haben. Die Erfahrungsberichte haben mich beeindruckt und meinen Wahrnehmungshorizont bezüglich Migranten erweitert", sagt Kurz und kommt zu dem Schluss: "Integration bedeutet nicht Assimilation. Integration bdeutet vielmehr kulturelle Bereicherung. Jede Kultur darf und muss für sich eigenständig bleiben. Erst dann  können wir von einer Einheit sprechen, in der Kulturen zusammenwachsen." Kamera, Schnitt, Ton und Recherche. Kurz hat den Film in Eigenregie gedreht und bearbeitet. Dafür blieben ihr nur wenige Wochen Zeit. Hilfe bekam die 19-Jährige von ihrem Bruder. Drehorte waren Weiterstadt, Frankfurt am Main und Darmstadt. Kurz plant, nach ihrem Abitur in Berlin Medienwissenschaften zu studieren. Ihre Vorbilder sind die Regisseure James Cameron und Gabriele Muccino.

Extra Info

Über den History-Award

Der deutschsprachige Fernsehsender HISTORY veranstaltet jährlich einen bundesweiten Geschichtswettbewerb. Die 2005 ins Leben gerufene Auszeichnung History-Award wird je nach ihrem wechselnden thematischen Bezug unter verschiedenen Zielgruppen ausgeschrieben. Mit seinem Award sucht der Geschichtssender in erster Linie Städte, Institutionen und seit 2007 Schüler, die sich in Projektarbeit in herausragender Weise um das Thema Geschichte verdient gemacht haben oder aktuell bemühen. Ziel des History-Awards ist die Anerkennung und Auszeichnung solcher aktiver Bemühungen und Verdienste.Informationen zur Geschichte des History-Award, gibt es im Internet unter www.history-award.de.

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