Friseure beklagen Schwarzarbeit wegen Corona-Betriebsschließung

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Die Friseur-Innung Schwalm-Eder befürchtet Nachteile für ihre Mitglieder wegen der angeordneten Schließung der Friseurbetriebe.

Schwalm-Eder.  „In den letzten Tagen spüren wir den Unmut unserer Kunden immer intensiver. Baumärkte und Gartencenter dürfen öffnen. Friseure nicht, ist ein oft geäußertes Argument“, sagte Carsten Ciemer, Obermeister der Friseur-Innung Schwalm-Eder. Schlimmer noch als der Unmut der Kunden sei, dass die Schwarzarbeit Hochkonjunktur habe.

„Ob ein Friseursalon geöffnet hat, kann jeder schnell feststellen, aber was ist bei Hausbesuchen? Nach dem Kaffeetrinken waren die Haare auf einmal ab“, formuliert Ciemer das Problem der Friseurbetriebe bildlich. Eine wirksame Kontrolle sei eine Illusion, auch wenn eine Strafe von 5.000 Euro bei einem Verstoß im Raum steht, meinte Ciemer und appellierte an die Treue der Kunden. Mit Sorge sehe er die Entwicklung und fordert den Gesetzgeber zu Änderungen auf.

Carsten Ciemer, Obermeister der Friseur-Innung Schwalm-Eder

„Wenn der Trend zur Schwarzarbeit anhält, dann haben die redlichen Friseurbetriebe und deren Beschäftigten das Nachsehen. Das könne nicht sein“, sagte Ciemer. Sein Vorschlag: Die Öffnung der Friseurbetriebe wird wieder erlaubt, aber es gibt klare Vorgaben. Je nach Größe des Salons dürften dann nur ein oder zwei Kunden im Friseursalon bedient werden.

„Gesundheit und Rücksicht geht vor. Wir Friseure machen den Hauptumsatz über unsere handwerkliche Arbeit. Fällt eine Friseurin aus, dann haben wir ein Problem. Gesundheitsschutz und Vorsorge sind bei uns in der Branche eine Überlebensgarantie.

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