,Für die Interessen der Branchen einsetzen’: Wahlen bei der IHK

...und Karl-Otto Winter fordern die IHK-Mitglieder auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Fotos: nh
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...und Karl-Otto Winter fordern die IHK-Mitglieder auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Fotos: nh

Nordhessen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg wählt Parlarments- und Regionalausschussmitglieder.

Schwalm-Eder. Bis zum 18 Februar, 16 Uhr, stimmen über 75.000 Unternehmen per Briefwahl darüber ab, welche Persönlichkeiten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sich bis zum Jahr 2019 für ihre Branche und die Region einsetzen sollen. 220 Kandidaten haben sich für die 77 Sitze in der IHK-Vollversammlung zur Wahl gestellt. Sie gilt als das regionale Parlament der Wirtschaft und oberstes Organ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg. Auf die 150 Plätze im IHK-Regionalausschüssen bewerben sich 236 Kandidaten.

Die Amtszeit der gewählten Unternehmensrepräsentanten startet am 1. April und dauert fünf Jahre. In der IHK-Vollversammlung bündeln 77 Mitglieder die Interessen der regionalen Wirtschaft, um sie wirksam gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit zur Geltung zu bringen. Darüber hinaus entscheiden sie, wie die finanziellen Mittel zu verwenden sind und welche inhaltliche Richtung die IHK-Arbeit einschlagen soll. Letzteres betrifft unter anderem wichtige wirtschaftspolitische Fragen. Infrastrukturthemen wie Verkehr und Breitband gehören ebenso dazu wie bildungspolitische Themen. "Ohne die IHK würden viele berechtigte Einwände und Forderungen der regionalen Wirtschaft ungehört verhallen", betont Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier klar.

"Je mehr Unternehmerinnen und Unternehmer sich an der Wahl beteiligen, desto besser spiegeln die Vollversammlung und die Regionalausschüsse die ganze Breite unserer regionalen Wirtschaft wieder.", betont der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Schwalm-Eder und Vorsitzende des Regionalausschusses Schwalm-Eder, Karl-Otto Winter. Daher fordert er die Unternehmer auf, dass sie ihr Wahlrecht nutzen sollen.

In der nun auslaufenden Wahlperiode hat der Regionalausschuss Schwalm-Eder einundzwanzig Sitzungen in Städten oder Gemeinden des Kreises in zwanzig Unternehmen ausgerichtet. Ziel der Sitzungen ist ein Erfahrungsaustausch mit dem besuchten Unternehmer und dem Bürgermeister der Stadt oder Gemeinde. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausschussarbeit war das IHK-Projekt zur "Verbesserung der Ausbildungsreife und Berufsorientierung", durch das Schüler in Felsberg, Fritzlar, Gudensberg, Homberg und Schwalmstadt in ihrem Berufsfindungsprozess unterstützt wurden. Für das Projekt wurde ein Etat von 249.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Restbetrag der Summe steht noch für das Jahr 2014 und 2015 zur Verfügung. Mit den bisherigen Maßnahmen wurden über 6.000 Schüler erreicht. Weiterhin hat sich der Ausschuss für die Verbesserung der Infrastruktur stark gemacht. Der Weiterbau der A 49 und die Verbesserung der Breitbandversorgung galten dabei als die wichtigsten Themen.

Bei der letzten Wahl 2009 beteiligten sich 12,26 Prozent der Stimmberechtigten. 2004 hatten 13,07 Prozent ihr Votum per Briefwahl abgegeben.

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