Futterspenden fehlen: Corona-Krise trifft auch Tierheim Beuern

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Die Folgen der Corona-Krise sind auch im Tierheim Beuern spürbar. So ist unter anderem der Bereich Hundepension derzeit nicht gefragt. Im Bild Luna Zinke (li.) mit Mischling Dala und Tamara Weißhaupt mit Mischling Sam.

Die Folgen sind deutlich spürbar: Die Tiervermittlung ruht fast, die Futter- und Geld-Spenden sind drastisch zurückgegangen und der Bereich Hundepension ist nicht mehr gefragt.

Felsberg. Die Folgen der Corona-Krise sind auch im Tierheim Beuern hautnah zu spüren. Denn für Besucher ist die Anlage schon seit über einer Woche geschlossen. Die Folgen sind deutlich spürbar: Die Tiervermittlung ruht fast, die Futter- und Geld-Spenden sind drastisch zurückgegangen und der Bereich Hundepension ist nicht mehr gefragt.

Es ist ein hartes Jahr, das auf das Tierheim zukommt. Denn eigentlich sollten in diesem Jahr auch zahlreiche Sanierungen vorgenommen werden. Ob Fördergelder dafür nun noch kommen ist unklar. "Jetzt ist erst mal wichtig, dass die Versorgung der Schützlinge auch in Zeiten der Corona-Krise weitergeht“, berichtet Ralf Pomplun, Vorsitzender vom Tierheim Beuern Ein Heim für Tiere e.V.

Blickt harten Zeiten entgegen: Tierheim Beuern-Leiter Ralf Pomplum.

Durch den Coronavirus fällt dem Heim ein wichtiger Einnahmebereich weg: „Durch den Virus geht niemand auf Reisen. Deshalb wird auch unsere Hundepension gerade nicht benötigt.“ Dabei sei die bereits fast ausgebucht gewesen. „Hinzu kommt, dass uns durch den Wegfall des Besucherverkehrs Futterspenden fehlen. Die tragen einen wichtigen Teil der Futterbeschaffung. Den Teil müssen wir nun auch aus eigener Kasse zahlen.“ „Wir bekommen derzeit auch viele Anrufe bei denen Tierhalter fragen, ob wir ihre Tiere aufnehmen können, wenn sie krank werden. Das können wir natürlich, denn da der Pensionsbetrieb wegfällt, haben wir genug Kapazitäten.“ Dass wegen des Coronavirus mehr Tiere im Heim abgegeben werden, komme zum Glück nicht vor. Weiter sei die Lage bezüglich des Spazierengehen mit den Hunden auch noch in Ordnung: „Wir haben viele Stammgeher.“

 Es gebe auch viele Angebote von tierheimfremden Personen. Aber die könne man nicht annehmen. „Das wäre ja dann mit einem Besucherbetrieb vergleichbar.“ Wer Futterspenden bringen möchte, könne die gern vor das Eingangstor stellen. Geldspenden seien wichtig, weil man sich damit frei bewegen könne und sie dort einsetzen könne, wo es benötigt wird. „Man kann auch mit Patenschaften gezielt spenden. Der Verein ist für jede Hilfe dankbar.“ Telefonisch ist das Tierheim während der Öffnungszeiten weiterhin erreichbar. Der Besuchsbetrieb ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. „Wir warten ab, bis die Ansteckungsgefahr gebannt ist.“ Auf seiner Homepage und in den sozialen Netzwerken stellt das Tierheim weiter all seine Schützlinge vor. Derzeit leben 24 Hunde und 35 Katzen im Heim. Wer Interesse an einem Tier hat, kann sich telefonisch mit der Einrichtung in Verbindung setzen.

Nur „gucken“ geht gerade nicht

„Wenn wir den Eindruck haben, dass es sich um einen ernsthaften Interessenten handelt und das Tier zu ihm passen könnte, dann können wir auch einen individuellen Termin vereinbaren“, erklärt Pomplun. „Aber nur gucken kommen, das geht derzeit leider in der derzeitigen Lage nicht.“ Letzte Woche wurden noch Katzen und Hunde vermittelt. Allerdings hatten die schon feste Interessenten. Dass ein Interessent wegen der Krise abgesprungen ist, hat es noch nicht gegeben.

Das nächste Problem sieht der Tierheimleiter auch schon kommen: „Aufgrund des milden Winters rechnen wir mit einer hohen Katzenpoulation. Deswegen bitte ich Katzenhalter dringend, ihre Tiere zu kastrieren und kennzeichnen."

Zu erreichen ist das Tierheim, Beuern unter Tel.: 05662/6482, www.tierheim-beuern.com Steinbruchsweg 1A Spendenkonto: IBAN: DE 69 5205 2154 0031 3131 33

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