Gas, Wasser, Sch...

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Melsungen. Berufsschüler räumen im hr-Wettbewerb mit Klischees auf.

Melsungen. Gas, Wasser, Sch.... ist das erste, woran die meisten Menschen denken, wenn ihr Gegenüber sagt, er sei Bäderbauer. Diese klischeehafte Vorstellung ist nicht zuletzt durch die zahlreichen "Werner-Comics und Filme" von Rötger Feldmann geprägt. Mit diesem überkarikierten Bild hat der Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers SHK (Sanitär,  Heizung, Klima), wie der ausgediente Gas- und Wasserinstallateur seit 2003 heißt, allerdings nichts zu tun. Das wollten die 17 Berufsschüler des zweiten Ausbildungsjahres der Radko-Stöckl-Schule deutlich machen. Sie haben ein knapp dreiminütiges Video gedreht, das als Beitrag für den hr-Videowettbewerb "Meine Ausbildung  – Schüler führen selbst Regie" gedacht ist.

Der kurze Clip zeigt die Standardarbeiten eines Anlagenmechanikers SHK. Neben Löten gehören Schweißen, Stemmen und Pressen genauso zum täglichen Broterwerb, wie die Wartung der Heizungsanlage. "Früher waren Bäder funktional, heute sind sie echte Wohlfühloasen. Man ist ein Stück Designer, schlägt Kunden vor, wie ihr Bad am Besten aussieht", erklärt Felix Bakowies. Der Auszubildende weiß, für seinen Beruf ist ein hoher technischer Stand nötig: "Man muss neue Techniken ausprobieren und etwas wagen. Nur so ist man gut." Besonders gefalle ihm an seinem Beruf, dass er abwechslungsreich sei: "Den einen Tag ist man auf dem Dach und baut Sonnenkollektoren ein, den anderen eine Lüftungsanlag." Sein Mitschüler Matthias Hauck kann das nur bestätigen: "Es macht mir einen Heidenspaß. Ich würde nichts anderes machen wollen." Wichtig ist den Schülern auch, durch den Film, den sie zusammen mit ihren Lehrkräften Michael Breitner, Kai Burchart, Meike Stiasny-Rubrecht und Franziska Reif gestaltet haben, zu zeigen, wie wichtig ihr Beruf ist. Denn sie wissen genau, was die meiste Energie im Haushalt verbraucht. Es ist mit 85 Prozent die Heizung. "Nur Energiesparlampen einzuschrauben reicht also nicht. Die Sanierung der Heizungsanlage spart viel mehr Energie", da sind sich die Schüler einig.

Bis zum 17. April haben die Schüler den Zeit, den Clip, der in dreiwöchiger Arbeit entstanden ist, beim hr einzureichen. Die Konkurrenz ist stark. Weit über 60 hessische Schulen und Projekte haben sich ebenfalls am Wettbewerb beteiligt. Kein Wunder: Den fünf Gewinnern winken Preise im Gesamtwert von über 11.000 Euro. Doch die Truppe gibt sich optimistisch. Pläne für die Gewinnsumme gibt es auch schon: "Das Geld wird in Materialien für den Ausbildungsgang investiert. Und natürlich bekommen die Jungs auch etwas Kleines zum Feiern", verspricht Markus Gille, Abteilungsleiter Berufsfelder Metall- und Elektrotechnik.

Übrigens: Wer sich selbst von dem Filmbeitrag überzeugen möchte, hat dazu die Gelegenheit. Denn die Gewinnerclips werden im hr-Fernsehen gezeigt.

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