Auf den Weg gebracht

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Schwalm-Eder. LEADER-Infoveranstaltungen sind gestartet.

Schwalm-Eder. Mit der Auftaktveranstaltung in der Stadthalle Melsungen ist die Region Mittleres Fuldatal in die neue Förderperiode des europäischen LEADER-Programms gestartet. Zur Einstimmung auf die bevorstehenden Herausforderungen für die gesamte Region diente der Vortrag des Demografie-Experten Dr. Winfried Kösters aus Bergheim. Er ermutigte die Anwesenden, generationenübergreifend zu denken und sich ihre Region in der Zukunft vorzustellen, um darauf aufbauend Projekte zu entwickeln.

Nur mit einem klaren Bild der Bevölkerungssituation, beispielsweise in 20 Jahren, sei die Entwicklung kreativer Ideen und Projekte möglich, die die Region auf diese Situation vorbereiten. Insgesamt machte er deutlich, dass der demografische Wandel nicht als Krise zu begreifen sei, sondern aktiv gestaltet werden müsse.

Zuvor hatte die Regionalmanagerin des Mittleren Fuldatals, Marion Karmann, einen Rückblick auf die Förderung von Projekten in der Zeit von 2007 bis 2013 gegeben. In diesen sieben Jahren konnte die Region auf Grundlage ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes ("REK") bereits durch EU-Mittel gefördert werden. Zur Förderregion Mittleres Fuldatal zählen die drei Städte Felsberg, Melsungen und Spangenberg sowie die vier Gemeinden Guxhagen, Körle, Morschen und Malsfeld als traditioneller Zusammenschluss auf dem Gebiet des Altkreises Melsungen.

Die Region Mittleres Fuldatal bewirbt sich nun mit der Erstellung eines neuen Regionalen Entwicklungskonzeptes für die Förderperiode von 2014 bis 2020 um die Anerkennung als eine von circa 20 hessischen LEADER-Regionen. Durch LEADER werden sowohl kommunale Projekte als auch private Initiativen von Bewohnern und Akteuren in der Region gefördert.

Heike Brandt vom Planungsbüro akp_ aus Kassel erläuterte den Ablauf und die Regeln für die neue Förderperiode. Das Land Hessen stellt für diesen Zeitraum jeder Region rund zwei Millionen Euro Fördergelder in Aussicht. Für die Anerkennung als LEADER-Region wird zur Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes ein breiter Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt, der im Rahmen der Auftaktveranstaltung bereits begonnen hat. In einer Ideenwerkstatt wurden mit den Anwesenden Ziele und erste Projektideen erarbeitet, die in fünf Workshops zu einzelnen Themenfeldern in den nächsten Wochen vertieft werden sollen. Dabei wäre eine große Beteiligung wünschenswert.

Um möglichst viele kreative Projektideen zu berücksichtigen und die Interessen vieler in das Konzept einfließen zu lassen, ist eine hohe Beteiligung der Bürger notwendig. Hierzu sind alle interessierten Bewohner der sieben Kommunen eingeladen, ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung ihrer Region einzubringen.Termine und genauere Informationen zu den weiteren Veranstaltungen finden sich auf www.foerderregion-mittleres-fuldatal.de

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