Es geht um jeden Tropfen

DRK-Blutspende in der Homberger StadthalleVon CHRISTINA WOLTERSHomberg. Martin Sikora hat es zum 21. Mal getan, Hermann Ciba hat schon 36. Mal hinter

DRK-Blutspende in der Homberger Stadthalle

Von CHRISTINA WOLTERS

Homberg.Martin Sikora hat es zum 21. Mal getan, Hermann Ciba hat schon 36. Mal hinter sich, Udo Haase sogar schon 75. Die Rede ist vom Blutspenden. So oft es geht, sind die drei bei den Terminen des DRK-Blutspendedienstes dabei. Doch fr viele Menschen ist das Blutspenden noch keine Selbstverstndlichkeit. So musste das DRK krzlich S.O.S. funken: Blut ist knapp, spenden Sie Blut! Diesem Aufruf sind viele Spendewillige in die Homberger Stadthalle gefolgt. Die 16 Liegen, die das Team vom DRK aufgestellt hat, sind stndig belegt. Wer zu uns kommt, der beginnt seinen Weg zunchst mit der Anmeldung, erklrt Bodo Fcke vom Vorstand des DRK Ortsvereins Homberg. Erstspender fllen dort ein Formular aus, Mehrfachspender zeigen ihren Blutspendeausweis. Nach der unterschriebenen Einwilligungserklrung, dem ausgefllten Fragebogen und einem guten Schluck schwarzem Tee, geht es weiter zur rztlichen Untersuchung. Einer der rzte, die den Spendern ihre persnliche TV-Plakette verleihen, ist Dr. Mir Hamza Shad.

Mglichkeit des freiwilligen Selbstausschlusses

Der DRK-Arzt misst den Blutdruck, bespricht den Fragebogen, gibt sein O.K. oder verweist an den Hausarzt. Nach dem Check darf der Patient entweder weiter ins Labor oder er geht von hier aus direkt zur Verpflegungsstation, erklrt Shad. Die Einnahme einiger Medikamente schliet zum Beispiel eine Spende aus. Noch vor der rztlichen Untersuchung haben Spender die Mglichkeit, im freiwilligen Selbstausschluss zu entscheiden, ob ihr Blut verwendet werden darf. Dieses Verfahren schtzt die Privatsphre des Spenders, erklrt Fcke. Zu den Ausschlusskriterien gehren schlielich Besuche bei Prostituierten, Gefngnisstrafen, die weniger als vier Monate zurckliegen oder Homosexualitt. Wenn eine ganze Gruppe, zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr spendet, und auf eine Person ein Ausschlussgrund zutrifft, kann sie dezent den Aufkleber mit dem Code fr ,Blut nicht verwenden auf den Bogen kleben und trotzdem spenden, sagt Fcke. Nach der Untersuchung geht es weiter in Labor. Dort wird der Hmoglobinwert gemessen. Hier ist besonders fr Frauen oftmals Schluss, erklrt Bodo Fcke. Ist der Wert zu niedrig, darf nicht gespendet werden. Mnner drfen generell nicht fter als sechs Mal im Jahr spenden, Frauen nur vier Mal.

500 Milliliter Blut

Hat der Spender das O.K. vom Labor, geht es weiter zu den Liegen. Dort kommen sie in die Obhut der medizinisch-technischen Assistenten. Entspannt und ruhig laufen 500 Milliliter Blut in die Konserve, drei Ampullen werden fr die weiteren Laboruntersuchungen gefllt. Schlielich ist nach der Blutabgabe zwar fr den Spender Schluss, fr das Blut aber noch lange nicht. Direkt nach der Abnahme werden die Konserven gekhlt und weitertransportiert, erklrt Timm Bernhardt vom Blutspendedienst. Nach der Spende steht Ruhe auf dem Programm. Die Mitglieder des JRK berprfen die genaue Dauer der Ruhepause, sagt Fcke. Erst nach der ausgiebigen Pause geht es in den Verpflegungsraum. Dort warten belegte Brtchen, Schokolade, Cola und Kaffee auf die Spender. Schlielich muss der Kreislauf gestrkt und die Vorrte des Krpers langsam wieder aufgefllt werden. Auerdem bleibt hier genug Zeit, sich auszutauschen. Gerade Erstspender profitieren dort vom Fachwissen der Profis.

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