Gestärkt in die Zukunft

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Schwalmstadt. Wirtschaftsausschuss ist zu Gast bei der Firma Freudenberg in Treysa.

Schwalmstadt. Vor kurzem besuchten die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Wirtschaft, Mobilität, Bürgerbeteiligung und demographischer Wandel sowie Mitglieder des Kreisausschusses und Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Firma Freudenberg in Schwalmstadt. Neben einer umfangreichen Tagesordnung zur Vorbereitung auf die nächste Kreistagssitzung wollten die Kreispolitiker einen bedeutenden regionalen Industriebetrieb besichtigen und sich über Fragen des demographischen Wandels und der Standortsicherung informieren.

Standort gesichert

Betriebsleiter Reinfried Wobbe stellte den Kreispolitikern die Firma Merkel Freudenberg Fluidtechnik GmbH vor, die hochwertige Dichtungssysteme produziert, die vor allem in der Hydrauliktechnik und in der Maschinenbauindustrie zum Einsatz kommen.Das Unternehmen ist eingebunden in die Freudenberg Sealing Technologies und weltweit tätig. Am Standort Schwalmstadt sind rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zuletzt ist im Frühjahr dieses Jahres eine Hightech-Produktionsanlage für Polyurethan in Betrieb genommen worden. Parallel dazu wurde auch eine neue Rezeptur für diesen Dichtstoff entwickelt. "Mit der Investition von rund 4,2 Millionen Euro und dieser innovativen Technik wird der Standort Schwalmstadt gesichert", sagte Betriebsleiter Wobbe.

Zu verschiedenen Aspekten des demografischen Wandels und den zukünftigen Herausforderungen berichtete Luise Haber von der Personalabteilung "Jährlich werden 6 bis 8 Azubis in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet. Damit leistet der Betrieb einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung junger Fachkräfte."Wobbe sagte, dass es zunehmend schwierig sei, insbesondere hochqualifiziertes Personal für eine Tätigkeit im Betrieb zu gewinnen. Häufig würden Mitbewerber, deren Betriebsstandorte im Bereich von Großstädten gelegen sind, wegen eines vermeintlich besseren persönlichen Umfeldes vorgezogen.Auch die Frühverrentung sei ein Problem für das Unternehmen, da dadurch gut qualifiziertes Personal früher als erwartet aus dem Betrieb ausscheide.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass die Beschäftigtenzahl bei Freudenberg in Schwalmstadt stabil sei, so dass auch weiterhin qualifizierte Fachkräfte gute Anstellungschancen finden können.Vize-Landrat Winfried Becker und Ausschuss-Vorsitzender Lothar Kothe bedankten sich für die interessante Besichtigung und die anregenden Gespräche. Auch bei den nächsten Ausschuss-Sitzungen sei geplant, weitere Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis zu besuchen. "Die Informationen und die Gespräche vor Ort mit der Betriebsleitung und den Beschäftigten sind uns wichtig", so Becker und Kothe.

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