Das Glück des Süchtigen

Hephata bietet Hilfe fr krankhafte ZockerTreysa. 600 bis 700 Glcksspielschtige im Schwalm-Eder-Kreis sind eine erschreckende A

Hephata bietet Hilfe fr krankhafte Zocker

Treysa. 600 bis 700 Glcksspielschtige im Schwalm-Eder-Kreis sind eine erschreckende Anzahl. Laut Hephata seien 400 bis 500 weitere auf dem Weg ins Dilemma. Das Land Hessen hat krzlich Gelder zur flchendeckenden Betreuung von Menschen zur Verfgung gestellt, die exessiv pokern, Lotto spielen oder etwa nicht vom Daddelautomaten weg kommen. 15 Schwerpunktberatungsstellen sind in Hessen entstanden. Die fr Schwalmstadt und Umgebung zustndige liegt in Marburg. Mit ihr hat die Hephata-Beratungsstelle Jugend, Drogen und Sucht in Treysa eine enge Kooperation vereinbart.

Die Spielhallendichte liegt in den groen Kommunen im Kreis mit 18 ber dem Durchschnitt anderer hessischer Stdte. Etwa 2,7 Millionen Euro haben Spieler auf Kreisgebiet bereits verzockt. Diplom-Sozialpdagoge Harald Heidecke von der Hephata-Beratungsstelle: In den 90er Jahren lag der Schwerpunkt unserer Beratung noch auf den illegalen Drogen und Alkohol. Heute ist die Palette sehr viel grer. Ein wichtiger Aspekt sei die Glcksspielsucht geworden. Heidecke: Wir sind eine sehr kleine Stelle und knnen die ganze Suchtpalette in dieser Intensitt nicht mehr abdecken. Die Beratungsstelle wird seit 2003 zum Hauptteil von Hephata Diakonie finanziert.

Der Landkreis untersttzt und frdert das Angebot mit eigenen Geldern und auch mit Mitteln des Landes Hessen. Die nun vereinbarte enge Kooperation mit dem Diakonischen Werk Oberhessen (DWO) in Marburg mache Sinn. Die DWO-Auenstelle in Stadtallendorf bietet eine regelmige Sprechstunde an. Darber gibt es eine ambulante Betreuung in der Gruppe oder im Einzelgesprch, wenn ntig auch eine Vermittlung in eine stationre Behandlung oder an ergnzende Hilfen wie die Schuldnerberatung.

Seit August haben wir auch eine therapeutisch geleitete Gruppe, die sowohl als Nachbetreuung eines stationren Aufenthaltes als auch als ambulante Manahme genutzt werden kann, so Diplom-Sozialpdagoge und Sozialtherapeut Dieter Schmitz der DWO in Marburg. Harald Heidecke ergnzt: Unser Ziel bei dieser Kooperation und allen Manahmen ist die Spielabstinenz der Betroffenen. Denn Glcksspielschtige knnen auch nach Jahren schnell wieder schtig werden, vergleichbar mit einem Alkoholkranken. Kontakt und Anmeldung bei der Hephata-Beratungsstelle Jugend, Drogen und Sucht unter  06691 / 21334 oder direkt bei der Sucht- und Drogenberatung Marburg, Suchttherapeut Dieter Schmitz, 06421 / 26033

######### EXTRA INFO #########

Neues Glcksspielgesetz ...

Das DWO betreibt eine Sucht- und Drogenberatung in Marburg, die seit kurzem Schwerpunktberatungsstelle fr Glcksspielsucht ist. Nach einem ersten Beratungsgesprch, das auch in der Schwalmstdter Beratungsstelle stattfinden kann, knnen Betroffene mehrere Angebote der DWO Marburg nutzen.

Finanziert wird dies vom Land Hessen. Hintergrund ist das neue Hessische Glcksspielgesetz, das zum ersten Januar 2008 aufgrund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes in Kraft trat. Das Land stellt nun Gelder zur Verfgung, um flchendeckend insgesamt 15 Suchtberatungsstellen in Hessen personell zu verstrken und zu Schwerpunktberatungsstellen fr Glcksspielsucht und prvention auszubauen.

Bis zum Juli 2008 gingen alle 15 Schwerpunktberatungsstellen in Hessen an den Start. Die Marburger Schwerpunktstelle ist dabei auch fr den sdlichen Landkreis Waldeck-Frankenberg und den sdlichen Schwalm-Eder-Kreis zustndig. Deren neues Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die Probleme mit jeglicher Art des Glcksspiels haben, wie Geldspielautomaten, Casinospiel, Sportwetten, Internet-Glcksspiel, Poker oder auch exzessives Lotto- und Lotteriespiel.

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