Gott befohlen - Stefan Bott

Es ist gar nicht so leicht, etwas ber den gerade scheidenden Pfarrer zu schreiben, wenn es die eigene Gemeinde betrifft und man selbst in diese

Es ist gar nicht so leicht, etwas ber den gerade scheidenden Pfarrer zu schreiben, wenn es die eigene Gemeinde betrifft und man selbst in diese Gemeinde so involviert ist, in den Alltag und den Sonntag. Was war und ist eigentlich das Wichtige, das Erwhnenswerte an dieser Zeit hier, an diesem Pfarrer? Nein, eine Kirche hat er nicht gebaut, jedenfalls nicht aus Stein. Auch die groen spektakulren Aktionen fanden nicht statt. Was dann? Was bleibt?

Die Antwort ist: Er ist uns ans Herz gewachsen, weil er uns genau da erreicht hat, am Herzen. Er war und ist ja noch uns ein Seelsorger im besten Sinne, er sorgt sich um unsere Seelen. Viele haben diese Erfahrung machen knnen und drfen, etwa, wenn es Trost zu spenden galt, wenn etwas drckend auf dem Herzen lag oder auch Frohes angesagt war. Immer hat er die Menschen hier erreicht. Es ist hier nicht der Ort, persnliche Erlebnisse zu berichten. Die gehren hier nicht hin!

Aber ich erinnere mich zum Beispiel sehr gern an die Feier zur Wiedererffnung der Stadtkirche nach der Renovierung, wo Pfarrer Bott das Gruwort der geladenen Gastkirchen sprach und jeden damit erreichte. Er war und das ist er natrlich auch immer noch ber die Grenzen der eigenen Kirche hinaus ein Sympathietrger fr die Sache Gottes. Gerade in dieser schwierigen Zeit unserer Kirche brauchen wir solche Menschen, die - persnlich absolut integer - mit uns allen in dem Sturm stehen, der da auf uns zu braust. Wir werden sie brauchen! Nicht verkneifen kann ich es mir, hier zu erwhnen, dass nicht nur ich mir wnsche, die Kirchenleitung unserer Kirche wrde auch begreifen, dass sie uns, das Kirchenvolk, braucht.

Was also sagen zu diesem Abschied, der fr ihn und uns Hierbleibenden auch ein Anfang wird. Auf Wiedersehn? Na klar werden wir uns wieder sehn. Machs gut? Das wird schon so werden! Ich denke wir sollten uns gegenseitig den alten Abschiedsgru zuwerfen, der alles beinhaltet: Gott befohlen!

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