Mit Gottvertrauen und starker Hand

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Fritzlar. Zahlreiche Bauprojekte in und um die Domstadt tragen die Handschrift von Architekt Erhard Bockhorn. Heute feiert er seinen 85. Geburtstag.

Fritzlar. 85 Jahre jung wird Erhard Bockhorn heute. Zeit für die Rente findet der selbständiger Bauingenieur und Architekt allerdings nur bedingt. Denn beruflich ist er immer noch aktiv. Wenn auch in überschaubaren Maße. So ist sein KnowHow noch regelmäßig als Gutachter des Ortsgerichtes in Fritzlar gefragt. Zudem koordiniert er die Baumaßnahmen an den Gebäuden der "Christlichen Bildungsstätte Fritzlar", dem freikirchlichen theologischen Seminar und übernimmt auf Anfrage kleine Aufträge. In seinem Büro ist er fast täglich anzutreffen. Im Hoch- und Tiefbau war er primär in ganz Nordhessen, den Städten Fritzlar und Homberg, dem Schwalm-Eder-Kreis sowie in Stadt u. Land Kassel tätig. Aber auch bundesweit.

In Fritzlar tragen einige der renovierten Häuser auf dem Marktplatz seine Handschrift und er hat jahrzehntelang die anfallenden Umbau- und Planungsarbeiten im Fritzlarer Werk der Firma Hengstenberg betreut. In Gudensberg das Seniorenzentrum Ebenezer.

Seinen Beruf, der immer sein Wunschberuf war, hat Erhard Bockhorn, der in Königsberg, Ostpreußen geboren wurde und bis zu seinem 15.Lebensjahr dort aufwuchs, von der Pike auf gelernt. Nach der Flucht auf einem der letzten Schiffe über die Ostsee, führte ihn sein Weg zunächst nach Waren am Müritzsee, in Mecklenburg, damals DDR. Dort erlernte er das Maurerhandwerk. Nachdem er sich dann Anfang der 1950er Jahre in den Westen abgesetzt hatte, fand er in Fritzlar ein neues und endgültiges Zuhause. Hier absolvierte er zunächst noch ein Theologiestudium, bevor er die Meisterschule in Homberg erfolgreich als Maurermeister abschloß und anschließend in Kassel Ingenieurwesen studierte. Bevor sich Bockhorn 1966 mit seinem eigenen Architektur- und Ingenieurbüro selbständig machte, arbeitete er noch für das Wasserwirtschaftsamt Kassel und für das Bauamt der Stadt Fritzlar.

Bekennender Christ

Ehrenamtlich engagierte sich der bekennende Christ in seiner Fritzlarer Kirchengemeinde, der evangelischen Freikirche Gemeinde Gottes, als Presbyter, aber auch als Chorleiter und Organist. Für das Kinderhilfswerk "Global Care", das heute in Fritzlar seine Zentrale hat, war er im Kuratorium aktiv und auch zu Inspektionsreisen nach Südamerika unterwegs.

Erhard Bockhorn ist seit über 55 Jahren mit Rosi verheiratet, die er in Fritzlar kennen- und lieben gelernt hat. Er hat zwei erwachsene Kinder und drei Enkelkinder. Vom vierjährigen Justus-Jonas, der in Fritzlar im selben Haus lebt, lässt er sich dann auch gerne und am liebsten von der Arbeit ablenken.

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