Grenzenloser Jubel in schwarz-rot-gold

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Schwalmstadt. 800 Fans beim Public Viewing in der Totenkirche - Autokorso nach dem Abpfiff

Schwalmstadt. Es dauerte 113 dramatische Minuten bis Mario Götze endlich das Tor für Deutschland schoss. Über 800 Fußballfans fieberten am Sonntagabend beim Public Viewing in der Treysaer Totenkirche mit, bis es wenige Augenblicke später schließlich hieß: "Deutschland ist Weltmeister!". Grenzenloser Jubel brach aus, Tränen flossen und so manches schwarz-rot-goldene Fähnchen auf der Wange löste sich auf. Die Menschen lagen sich in den Armen, überall sah man kleine und große Deutschlandfahnen im Wind flattern und über dem Marktplatz sorgten Silvesterraketen für farbenfrohe Stimmung.

Binnen weniger Minuten fuhren die ersten Autos hupend durch die Stadt, in der Bahnhofstraße stauten sich die Autos bis hoch zur Post und mit einem Hupkonzert machten sie sich auf den Weg zum Rewe-Parkplatz. Der hatte sich im Laufe der WM zum Treffpunkt sämtlicher Autokorsos entwickelt, doch am Sonntag brachen dort alle Rekorde. Von allen Seiten strömten die Menschen auf den Platz, aus einer großen Musikanlage dröhnte abwechselnd "Samba di Janero" und "Auf geht’s, Deutschland schieß ein Tor!" und überall flogen die Sektkorken. Buntes Konfetti, knallende China-Böller und ein Meer aus Schwarz-Rot-Gold verwandelten den Platz innerhalb kürzester Zeit in eine Partymeile, wie sie die Stadt noch nicht erlebt hat.

Immer wieder drehten Fahrzeugkolonnen ihre Runden um die Oberstadt, laut grölend saßen die Mitfahrer in den Fenstern und ließen ihrer überschwänglichen Freude freien Lauf. Trotz aller Euphorie blieb es gesittet, die Polizei fuhr sogar eine Runde im Korso mit, selbstverständlich mit zwei Deutschlandflaggen am Dach. Noch bis weit nach Mitternacht feierten die Fans die große Party und so mancher Fußballfan fand erst bei Sonnenaufgang den Weg nach Hause.

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